Auf bürgerlicher Seite steht fest, dass LDP-Präsidentin Patricia von Falkenstein die Kandidatin für die Ständeratswahlen im Herbst sein soll. Damit stünde sie der Basler Finanzdirektorin Eva Herzog (SP) gegenüber, die ebenfalls in den Ständerat einziehen will, um den Sitz von Anita Fetz zu verteidigen.

Wie die bürgerlichen Parteien mit Ausnahme der SVP Basel-Stadt am Mittwochmorgen mitteilten, werden sie ihren Mitgliedern die Kandidatur von Falkensteins entsprechend empfehlen. Die SVP, die kein Teil der Zusammenarbeit ist, teilte hingegen mit, dass sie «in Bezug auf die Ständeratswahlen im Hinblick auf die Nominationsversammlung vom April 2019 alle Optionen prüfen und danach informieren» werde.

SVP wird aussen vor gelassen

Die Parteipräsidien von BDP, CVP, EVP, FDP, Grünliberalen und LDP hatten am Mittwoch eine Vereinbarung unterzeichnet, wonach ihre Parteien mit einer gemeinsamen Listenverbindung zu den Nationalratswahlen 2019 antreten werden. Die SVP wurde aussen vor gelassen, auch wegen ihrer harten Linie in der Abschottungspolitik, wie es an einer Medienkonferenz hiess.

Die Basler SVP nahm davon enttäuscht Kenntnis. Sie empfindet als stossend, dass sich CVP, FDP und LDP gegen eine Listenverbindung mit der SVP bei den Nationalratswahlen 2019 ausgesprochen haben. Die SVP sei damit aus ihrer Sicht «die einzige echte bürgerliche Alternative» für Wähler im Kanton. 

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