Regierungswahlen

Basler EVP wird 100 – und feiert sich mit Regierungskandidatur

Die EVP stellt Christine Kaufmann als Kandidatin für die Regierungswahlen vom kommenden Herbst.

Die EVP stellt Christine Kaufmann als Kandidatin für die Regierungswahlen vom kommenden Herbst.

Die evangelische Kleinpartei macht das Kandidatenfeld für die Basler Regierungswahlen komplett.

Die Evangelische Volkspartei Basel-Stadt wird in diesem Jahr 100 Jahre alt. Wohl weniger weil sie wirklich an den Erfolg glaubt, als vielmehr um sich selber zu feiern, steigt sie mit einer Regierungskandidatur in die Wahlen vom kommenden Herbst. Gestern Donnerstag wurde die Kandidatin Christine Kaufmann den Medien vorgestellt. Während selbst die CVP als Fraktionspartnerin der Vierprozent-Partei die Legitimation einer Regierungskandidatur abspricht (diese Zeitung berichtete), betonte Kaufmann, dass es ihr «sehr ernst» sei – wenngleich sie sich selbst nur Aussenseiterinnenchancen gibt.

Immerhin kann die Riehemerin aber auf einen respektablen Lebenslauf verweisen, hat Legislativerfahrung aus dem Basler Grossen Rat und sitzt derzeit im Gemeinderat ihrer Heimatgemeinde Riehen. Beruflich ist die Mutter einer fast erwachsenen Tochter als Veterinärin tätig.

Die EVP komplettiert damit das Zehnerfeld, das im kommenden Herbst für die Regierungswahlen antritt. Neben Rotgrün (vier Kandidaten), den bürgerlichen Parteien CVP, FDP und LDP (ebenfalls vier) sowie der GLP (eine Kandidatin) versucht die EVP, sich als einzige Mittepartei zu positionieren. Selbst der CVP spricht sie diese Bezeichnung ab – schliesslich befinde diese sich in einem bürgerlichen Bündnis.

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