Basler Genusswochen
«Gebäck des Jahres»: Das Rezept zum Genuss bleibt geheim

Im Rahmen der Genusswochen in Basel wurden Köstlichkeiten aus Bäckereien und Konditoreien als Regiospezialität prämiert. Details wollen die drei Gewinner jedoch keine verraten.

Tobias Gfeller
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Die drei Gewinner: Beat Stohler von «Sutter Begg», Christoph Kern von der Kern Konditorei-Café GmbH und Dominique Buchmann von der Konditorei Buchmann.

Die drei Gewinner: Beat Stohler von «Sutter Begg», Christoph Kern von der Kern Konditorei-Café GmbH und Dominique Buchmann von der Konditorei Buchmann.

zvg

Sie könnten wohl ewig erzählen, aus was ihre Köstlichkeiten bestehen und wie sie sie hergestellt haben. Die drei Gewinner der Spezialwoche Bäcker-Confiseur im Rahmen der Genusswoche 2022 haben nicht nur ihr Handwerk, sondern auch ihre Fantasie sprechen lassen.

Bei der Vorstellung ihrer prämierten Produkte am Donnerstagmorgen bei «Jakob’s Basler Leckerly» im St.-Johann-Quartier schaffen es Christoph Kern, Dominique Buchmann und Beat Stohler viel zu sagen, aber das eigentliche Geheimnis ihres Erfolgs für sich zu behalten.

Das Rezept bleibe im Detail natürlich bei ihm, stellte Christoph Kern auf Nachfrage lächelnd klar. Mit seinen 13 Kräuter-Pralinés wurde der Geschäftsführer der Konditorei Kern in Laufen von der fünfköpfigen Jury, zu der auch bz-Redaktorin Rahel Empl gehörte, mit dem ersten Preis in der Kategorie Innovation ausgezeichnet.

Brioche und Tarte gewinnen

In der Kategorie süss gewann wie schon vor einem Jahr Dominique Buchmann. Der Produktionsleiter der Konditorei Buchmann zauberte eine Tarte au Citron, das nicht nur lecker schmeckt, sondern bewusst auch mit verhältnismässig wenig Zucker auskommt.

Mit der Blattgold-Verzierung komme die Süssigkeit wie ein Kunstwerk daher, lobte Jurysprecherin Carmela Petitjean. In der Kategorie salzig errang der «Sutter Begg» mit einem «Brioche Käse Speck» den ersten Platz. Insgesamt wurden 21 Produkte eingereicht.

Mit dem Wettbewerb sollen die Bäckereien und Konditoreien gefordert und gefördert werden, erklärt Daniel Nussbaumer, Projektleiter der Genusswoche Basel.

«Wir wollen mit dem Wettbewerb, aber auch ganz allgemein mit der Genusswoche, zeigen, dass es Unterschiede zwischen dem Handwerk, das wir hier sehen, und der industriellen Fertigung gibt.»

Es werde so wichtige Aufmerksamkeit erreicht, bei Konsumentinnen und Konsumenten ein stärkeres Bewusstsein für den Genuss, und was alles dahintersteckt, ausgelöst sowie potenzieller Nachwuchs für diese Branchen angesprochen, so Nussbaumer.

Sie öffnen ihre Backstuben

Für die ausgezeichneten Bäckerinnen und Konditoren, die man in diesem Fall getrost auch als «Künstler» bezeichnen kann, regen Wettbewerbe auch immer dazu an, Neues zu versuchen, betont Dominique Buchmann.

Dies bestätigt auch Beat Stohler, Leiter Produktion bei «Sutter Begg». Mit der Genusswoche und den Veranstaltungen dazu könne der Stellenwert der Lebensmittel gestärkt werden. Auch Christoph Kern unterstreicht die Bedeutung der Genusswoche für ihn als lokalen Konditor:

«Es ist für uns grundsätzlich wichtig, dass das Thema Genuss in die Öffentlichkeit getragen wird.»

Im Rahmen der Spezialwoche Bäcker-Confiseur öffnen Bäckereien und Konditoreien in der Region ihre Backstuben für die Öffentlichkeit. Christoph Kern, Dominique Buchmann und Beat Stohler sind sich einig, dass sie als Unternehmen langfristig von der Genusswoche wirtschaftlich profitieren.

Vernetzung der «Genussakteure»

Mit dem Start zur Genusswoche Basel am Donnerstag rücken bereits zum zehnten Mal Produkte und die Menschen dahinter in der Region in den Mittelpunkt. Dass die Stiftung Genusswoche Schweiz gerade Basel zur Genusshauptstadt 2022 erkoren hatte, krönt das Jubiläum.

Projektleiter Daniel Nussbaumer zieht ein positives Fazit zum Start der zehnten Ausgabe. «Mit der Genusswoche haben wir es geschafft, Akteure in der ganzen Region besser zu vernetzen.» Diese Vernetzung habe sich dieses Jahr anlässlich des Benefizspiels FC Basel gegen Dynamo Kiew gezeigt, als zehn Spitzenköche zusammengetrommelt von Genussstadt-Patin Tanja Grandits für den guten Zweck zum Kochlöffel griffen.