Uni-Finanzierung

Basler Grossräte warten auf die Landratsdebatte

Die Kernfrage: Wie soll die Uni finanziert werden?

Die Kernfrage: Wie soll die Uni finanziert werden?

Wie soll die Uni Basel in Zukunft finanziert werden? Im Landrat beziehen die Parteien bereits Positionen. In der Stadt sieht man die Verantwortung bei den Baselbietern.

Dynamisch soll der neue Verteilschlüssel sein. Die Finanzkraft der Kantone stärker berücksichtigen, wenn es um die Kernfrage geht: Wie soll die Uni Basel künftig bezahlt werden?

Im Landrat beziehen die Parteien bereits Positionen, wie die bz heute berichtet. Die Sozialdemokraten sehen das Ressourcenpotenzial als brauchbare Grösse, um die wirtschaftliche Stärke der Kantone zu messen. Die SVP hingegen nimmt die Einnahmenseite zur Bewertungsgrundlage: Das Steuersubstrat soll Basis des neuen Finanzierungsschlüssels sein. Die Grünen hingegen sehen die Lösung im kantonalen BIP.

In der Stadt ist von derlei Bewegung wenig zu spüren: «Die Baselbieter stehen in der Verantwortung, wir wollten den Uni-Deal nicht kippen», klingt es aus FDP und LDP. Deren Präsidentin Patricia von Falkenstein findet es ohnehin «schwierig», eine Grösse festzumachen, die die Finanzkraft der Kantone abbilde. «Und bei der Uni-Finanzierung sollen auch noch andere Faktoren eine Rolle spielen, etwa die Zahl der Studierenden.» Auch Wirtschaftskommissionspräsident Christophe Haller (FDP) gibt sich zurückhaltend, äussert leise Bedenken zu allen Vorschlägen: «Das Steuersubstrat ist politisch lenkbar. Das BIP wurde schon bei der Einführung der Schuldenbremse als Parameter verworfen.» Und beim Ressourcenpotenzial bringt sich Basel-Stadt in eine missliche Situation: Dieses ist die Grundlage für den nationalen Finanzausgleich. Als einer von wenigen Geberkantonen ist Basel-Stadt in der Rolle des Kritikers, will eine solche Grundlage also kaum legitimieren. (bro)

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1