Raumplanung
Basler Güterbahnhof Wolf soll zum Quartier werden

Wolf Auf 16 Hektaren sollen Wohnungen, Gastronomie, Grünflächen, Logistik und Büros unterkommen. Im Frühjahr 2017 beginnt unter Mitwirkung der Betroffenen eine Studie zum Projekt.

Peter Schenk
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Das Planungsgebiet Wolf umfasst rund 16 Hektaren.

Das Planungsgebiet Wolf umfasst rund 16 Hektaren.

BVD

Weil der internationale Güterumschlag im Rahmen der Gesamtperspektive Bahnzukunft von SBB, Basel-Stadt und Baselland vom Güterbahnhof Wolf unter anderem zum neuen trimodalen Containerterminal Basel Nord verlagert wird, werden im nördlichen Teil des Gebiets Flächen frei. Auf den 16 Hektaren zwischen den Quartieren Gundeldingen und St. Alban, die der SBB gehören, soll in einer etappierten Entwicklung unter dem Titel «smart arbeiten – urban leben» ein dichtes Stadtquartier mit verschiedenen Nutzungen entstehen. So steht es in einer gemeinsamen Medienmitteilung von SBB und Kanton Basel-Stadt.

Neue S-Bahn-Haltestelle geplant

Angedacht sind Wohnraum, Gastronomie, Grünflächen, Logistik, Büros und Dienstleistungen. «Ziel ist es, die frei werdenden Flächen für eine städtebauliche Entwicklung zu nutzen und das Areal Wolf in das Basler Stadtgefüge einzubinden.» Wichtig ist dabei auch die verkehrstechnische Erschliessung. So soll eine neue S-Bahn-Haltestelle Synergien schaffen. «Einzelne Arealteile sollen autoarm und mit den Nachbarquartieren gut vernetzt sein», heisst es weiter in der Medienmitteilung.

Im Frühjahr 2017 beginnt mit mehreren Teams ein sogenanntes städtebauliches «Studienauftragsverfahren», das «Entwicklungsszenarien für das Planungsgebiet Wolf aufzeigen und ausloten» soll. Erwartet werden dabei «insbesondere Aussagen zum Nutzungspotenzial und zum möglichen Nutzungsmix.» Als Ausgangslage dient dabei ein von zwei Planungspartnern entwickeltes Zielbild.

Als Rahmenbedingung hält dieses fest, dass mit der bestehenden und teils schutzwürdigen Bausubstanz sorgsam umzugehen ist. «Weitere Inhalte des Zielbilds sind beispielsweise ein sorgsamer Umgang mit Energie und Ressourcen sowie die Berücksichtigung der Lage an einer viel befahrenen Eisenbahnverkehrsachse», schreiben SBB und der Kanton Basel-Stadt.

Mitwirkungsveranstaltungen

In den nächsten Wochen sollen bereits Veranstaltungen mit den heutigen Mietern auf dem Areal sowie mit Quartierorganisationen und Interessengruppen stattfinden. Ziel sei, deren Bedürfnisse in Erfahrung zu bringen. Die Ergebnisse der Mitwirkungsveranstaltungen werden in die Planungen einfliessen. Die Studie wird rund ein Jahr dauern. Ihre Resultate dienen als «Grundlage für vertiefende Untersuchungen der Machbarkeit potenzieller Nutzungen», zu der es eine Ausstellung geben wird. Anschliessend wollen Kanton und SBB in einem städtebaulichen Rahmenvertrag über die künftige Entwicklung des Areals befinden.