Schwerpunktfach

Basler Gym-Schüler sind Naturwissenschafts-Nerds

Schülerin und Lehrer bei einem Chemieexperiment (Symbolbild; Archiv)

Schülerin und Lehrer bei einem Chemieexperiment (Symbolbild; Archiv)

Naturwissenschaften scheinen im Trend zu liegen. So ist bei den angehenden Gymnasiasten das Schwerpunktfach Biologie/Chemie die Nummer eins.

Hätten Sie das gedacht? Biologie/Chemie ist an den fünf Basler Gymnasien insgesamt das beliebteste Schwerpunktfach: 127 oder 25,7 Prozent der 494 angehenden Gymnasiastinnen und Gymnasiasten haben sich für diesen Schwerpunkt entschieden.

Naturwissenschaften scheinen im Trend zu liegen: So hat sich die Zahl der Gym-Schüler, die sich für Physik und Anwendungen der Mathematik entschieden hat, im Vergleich zu den Neuanmeldungen im Vorjahr von 21 auf 43 verdoppelt.

Sanftes Revival für alte Sprachen

Immer noch sehr beliebt, wenn auch rückläufig, ist das Bildnerische Gestalten mit 77 Anmeldungen fürs Schuljahr 2013/2014. Das Schwerpunktfach Spanisch - zum Start des neuen Systems 1997/1998 noch Spitzenreiter - kann sich in der Gunst der Gymnasiasten auf hohem Niveau behaupten.

Nicht ganz überraschend konnte das heiss diskutierte Schwerpunktfach PPP (Philosophie, Psychologie, Pädagogik) erneut stark zulegen. Die darbenden Schwerpunktfächer mit Latein und Griechisch erleben aufs neue Schuljahr hin ein sanftes Revival, was Hans-Georg Signer, Leiter Bildung im Erziehungsdepartement (ED), besonders freut: «Diese Fächer stellen noch immer eine gute Vorbereitung auf ein Studium dar.»

Standort ist wichtiger als Schwerpunkt

An Beliebtheit eingebüsst hat bei den angehenden Gymnasiasten der Schwerpunkt Wirtschaft und Recht. In der 3. OS-Klasse hätten viele Schüler keine Anknüpfungspunkte zu Wirtschafts- und Rechtsthemen, interpretiert Signer. Er weiss aber, dass in anderen Kantonen Wirtschaft zu den Spitzenreitern zählt.

Allgemein findet Signer, dass die Trends bei den Schwerpunktfächern zwar interessant seien; deren Bedeutung werde allerdings überschätzt. «Für das Wohl der Schüler ist die Wahl des Schulstandortes wichtiger», sagt er. Die Verschiebungen bei den Schwerpunktfächern bringen die Gymnasien an organisatorischen Grenzen. Laut ED können aber alle angehenden Gymnasiasten das gewünschte Schwerpunktfach besuchen. 2014 wird dann wie kommuniziert die Umverteilung des Schwerpunktangebots zum Tragen kommen.

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