Die Basler Touristiker können sich freuen: Diesen Monat wurde der Allzeitrekord bei den Logiernächten gebrochen. Im Juni 2018 zählte das Statistische Amt Basel-Stadt 135 236 Übernachtungen in 63 Hotels des Kantons. Das ist die grösste Zahl seit beginn der Zählungen vor 85 Jahren. Entsprechend erfreut nimmt Basel Tourismus das Ergebnis zur Kenntnis.

Besonders überraschend sei die Zahl aber nicht, wie Vizedirektor Christoph Bosshardt auf Anfrage sagt: «Aufgrund der Rückmeldungen hat sich ein hervorragender Juni bereits abgezeichnet.»

Es sind... die Geschäftsreisenden

Den grössten Teil der Übernachtungen machten aber nicht flanierende Freizeitreisende aus, sondern Geschäftsreisende. Besonders während der Art Basel waren die Betten sehr gut ausgelastet, hinzu kommen aber auch mehrere Fachkongresse, die auf Juni angesetzt waren.

Die Bemühungen fruchten also. Basel Tourismus verfügt über eine Abteilung, die sich allein darum kümmert, Kongresse nach Basel zu bringen. Inwiefern Basel Tourismus direkten Einfluss auf die Zunahme hatte, sei noch zu klären, sagt Bosshardt.

Aber das Jahreswachstum zählt

Besonders erfreulich sei vor allem das Wachstum von 4,3 Prozent bei den Logiernächten im ersten Halbjahr 2018. «Sollte der Trend anhalten, und die Anzeichen dafür stehen positiv, dann werden wir ein sehr gutes Jahr haben», sagt Bosshardt.

Besonders positiv wertet Basel Tourismus auch die Besuche aus den so genannten Nahmärkten Deutschland und Frankreich. Bei Gästen aus Deutschland habe sich der positive Trend des vergangenen Jahres fortgesetzt, da seien 2,8 Prozent mehr Logiernächte zu verbuchen gewesen. Mit 6,3 Prozent Zuwachs sind auch die Gäste aus Frankreich tüchtig nach Basel gekommen. «Diese Zahlen sind besonders wichtig, da diese Märkte für uns nachhaltiger sind», so Bosshardt.

Mehr Inder für Basel-Stadt

Doch auch in den Fernmärkten gibt es Zunahmen, speziell bei Gästen aus Indien: «Hier verzeichnen wir einen Zuwachs von 30 Prozent, das sind meist Gruppen, die von Veranstaltern nun auch nach Basel geführt werden.» Somit hätten sich die mehrjährigen Anstrengungen bei den Tourveranstaltern ausgezahlt.

Insbesondere also bei den indischen Gästen seien die Auswirkungen der Tätigkeiten von Basel Tourismus klar erkennbar. In anderen Bereichen wie etwa bei den Logiernächten ist das laut Bosshardt nicht so einfach: «Wir werden die Ergebnisse noch analysieren.» So ist es ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren, zum Beispiel eben auch von Branchenfaktoren wie Kongressplanungen, die zum neuen Basler Rekordmonat geführt haben.