Im Basler Quartier steht die Moschee «Peace & Blessing». Deren Imam heisst Ardian Elezi und er ist schnell zur Hand mit harschen Worten gegen Schwule, Juden und Ungläubige, wie der «Tages-Anzeiger» in seiner heutigen Ausgabe schrieb. Das Porträt von Kurt Pelda über den Imam zeichnet das Bild eines widersprüchlichen Predigers, der Schwule als «Krebsgeschwür gegen die Moral» bezeichnete, zur Verschleierung von Kleinkindern aufruft, auf Konfrontationen hin seine Aussagen aber stets relativiert. Im Artikel wirft der Autor die Frage auf, ob Basel zu liberal sei.

Der Imam ist 27 Jahre alt, wurde als serbisch-montenegrinischer Staatsbürger geboren und 2007 mit seiner Familie eingebürgert. Die Matura machte er in Basel, er hält einen Bachelor-Abschluss in Islamwissenschaften.

Bereits am Donnerstag reagierte die Basler CVP auf den Beitrag. Die Partei bezeichnet den Imam als «Hassprediger» und zeigte sich überrascht, «dass solch extremistisches Gedankengut im Kanton Basel-Stadt anzutreffen» sei. Umso mehr, weil der Basler Regierungsrat in einer Interpellationsantwort keinerlei solche Tendenzen im Kanton erkannt habe.

Die CVP fordert nun eine flächendeckende Überprüfung der Basler Moscheen auf deren Extremismus- und Radikalisierungspotenzial. Wie bereits mehrere Medien berichtet hatten, befinden sich auf dem Gebiet der Quartiere Klybeck und Kleinhüningen auf der Fläche von einem Quadratkilometer vier Moscheen, die von Muslimen aus dem Dreiland besucht werden.