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Basler Journalisten-Urgestein Franz C. Widmer ist 74-jährig verstorben

Der ehemalige Chefredaktor der bz, Franz C. Widmer, ist am Freitag 74-jährig gestorben. Der in Riehen wohnhafte Widmer leitete von 1987 bis 2007 die Redaktion der bz und baute die Zeitung zu einer modernen Forumszeitung mit regionaler Ausstrahlung aus.

Hans-Martin Jermann
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Franz C. Widmer kurz vor seiner Pensionierung als bz-Chefredaktor 2007.

Franz C. Widmer kurz vor seiner Pensionierung als bz-Chefredaktor 2007.

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Ein Basler Journalisten-Urgestein ist tot: Franz C. Widmer hat uns am Karfreitag in seinem 75. Lebensjahr verlassen, wie das Onlineportal barfi.ch berichtet. Der Riehener F.C.W., wie ihn in der Region viele nannten, war von 1987 bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2007 Chefredaktor der "Basellandschaftlichen Zeitung". In dieser Funktion baute Widmer das ehemalige Parteiblatt des Baselbieter Freisinns und die vor allem in der Umgebung Liestal verankerte Zeitung aus in eine Forumszeitung mit breiter regionaler Ausstrahlung. Dies Seite an Seite mit dem damaligen bz-Verleger Mathis Lüdin.

Chef der Ringier-Schule

Widmer genoss in der Region Basel und darüber hinaus den Ruf eines unbequemen und klassischen liberalen, aber keiner Partei oder Denkrichtung verpflichteten Journalisten. Von 1979 bis 1986 leitete Widmer die Ringier-Journalistenschule und gab in dieser Funktion seine journalistischen Überzeugungen und sein Wissen an unzählige talentierte Schweizer Journalisten weiter.

In der Armee bekleidete der studierte Ökonom den hohen Rang eines Oberst, doch er war weit davon entfernt, ein sturer Armee-Kopf zu sein. Obwohl der Landesverteidigung verpflichtet, äusserte sich Widmer journalistisch wiederholt kritsch zu Armee-Fragen. Nach seiner Pensionierung moderierte Widmer auf "Radio Basel" jeden Sonntagmorgen den Journalistenclub.

Ein ausführlicher Nachruf auf Franz C. Widmer folgt.

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