Basel
Basler Jugendkulturfestival erwartet 50'000 Besucher

Das Basler Jugendkulturfestival rechnet für seine diesjährige Ausgabe, die am Wochenende beginnt, wiederum mit rund 50 000 Besuchen. 1 400 jugendliche Künstler aus allen Sparten zeigen ihr Können am grössten nichtkommerziellen Event der Schweiz.

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Brandhärd mit Fetch (Joel Gernet), DJ Johny Holiday (Tobias Gees), Fierce (Stefen Fierz, v. l.)

Brandhärd mit Fetch (Joel Gernet), DJ Johny Holiday (Tobias Gees), Fierce (Stefen Fierz, v. l.)

Juri Junkov

Am Freitag und Samstag zeigen 80 Bands, 40 Tanzformationen, acht Theatergruppen, Freestyle-Gruppen und Standbetreiber in der Basel Innenstadt ihr können. Der Anlass, der über ein Budget von rund 650'000 Franken verfügt, präsentiert dabei etablierte Basler Bands und innovativen Newcomern aus der Region. Dazu kommen Gäste aus Zürich.

Im Detail sieht das Programm wie folgt aus:

Barfüsserplatz: Crews /// Biscuits & Goodies: Am Freitagabend stehen mit Rappartment, Shabani und Brandhärd drei der angesagtesten Hip-Hop-Crews auf der Bühne.
Auf dem Barfüsserplatz spielen am Samstag Kapoolas, die Lokalmatadore Sheila She Loves You und die Zürcher Gäste My Heart Belongs To Cecilia Winter Indie-Rock'n'Roll. Letztere entlassen die Zuschauerinnen und Zuschauer mit einer leidenschaftlichen, barock-anmutenden Performance in die Sommernacht.

T heaterplatz: Dancing to the beat /// Hard BoyZ and GirlZ: Am Freitag wird es auf dem Theaterplatz nicht nur auf, sondern auch vor der Bühne im Publikum abgehen. Dafür sorgen werden die Electronic/Rock-Bands Fuck Up, Coldeve, We Loyal und Venetus Flos.

Am Samstag geben etablierte (Hard-)Rock- und Metalbands wie Reding Street, Slag In Cullet und Zatokrev dröhnende Musik auf die Ohren.

Pyramidenplatz, Kanonengasse und Klosterhof: Pyramids on the rocks /// Melody /// U20: Bei den Basler Pyramiden rocken Bitch Queens und Dogs Bollock. Die Kanonengasse steht im Zeichen von Songs über Ebbe und Flut im Leben. Tiefschürfende Musik gibt es am Freitag von Victor Hofstetter, David Howald und Blush und am Samstag von Lallaby und Penta Tonic. Auf dem Klosterhof tritt auf der U20-Bühne die heranwachsende Generation talentierter Bands auf.

Tanz und Theater im Theater Basel: Zu Rhythmen aus aller Welt werden Bauchtanz, Flamenco, irische Tänze, Soul- und Breakdance getanzt. Das Theaterstück „Bricks In The Wall" setzt der legendären Pink Floyd ein Denkmal. Ausserdem werden eine freie Umsetzung des Kultfilms «Life of Brian» von Monty Python aufgeführt und Musical Comedy aus den 1930er Jahren gezeigt.

JKF-Party in der Elisabethenkirche: Erstmals werden die Festival-Abende mit einer JKF- Party fortgesetzt. Ab 22 Uhr oder spätestens nach dem letzten Beat um 1 Uhr nachts werden die FestivalbesucherInnen an der JKF-Party in der Elisabethenkirche weiterfeiern.

Strassen-Minigolf, Boxkampf und Mozart: In den Sparten Side Events und Freestyle zeigen Jugendliche, wie der öffentliche Raum und Cafés kreativ umgenutzt und verfremdet werden können: Im Literaturhaus Basel werden Texte von jungen, talentierten SchriftstellerInnen vorgelesen, deren Bücher die Nachttische erobern möchten. Bitte nicht erschrecken, wenn der Tischnachbar plötzlich Mozart zu singen beginnt: Im Unternehmen Mitte führen SängerInnen in Alltagskleidern live einzelne Passagen aus Mozarts Requiem auf und improvisieren dazu. Die Serra-Plastik auf dem Theaterplatz wird in ein neues, zeitlich befristetes Kunstwerk umbesprayt. Es wird ein Sujet der JKF-Postkartenkampagne umgesetzt und Strassen-Minigolf gespielt. In der St. Peterskirche zeigt eine live-Videoprojektion junge Organisten beim Spielen.

Am Boxeo kämpfen Arnold „The Cobra" vs. Hunger - Fight for Somalia! Mit dabei ist Cobra, der beste Profiboxer der Schweiz, der seinen 12. Profikampf bestreitet und sicher auch gewinnen wird.
Das Ziel der Photobooth neben der Barfüsserkirche ist der gezielte Schnappschuss. Und auf was schiesst der Fotograf? Auf euch - natürlich digital! Das Motto heisst "I am JKF", die spontanen Reaktionen und Handlungen der Fotografierten geben jedem Bild einen einzigartigen Charme.

Standbetreiber wie youngCaritas, die FCB-Fans der Muttenzer Kurve und diverse JungpolitikerInnen treten als Standbetreiber mit anderen Jugendlichen in Kontakt und machen auf ihr Engagement aufmerksam.

Genauso kreativ wie die Künstler sollen die Verpflegungsstände sein, verprachen die Organisatoren heute. (rsn)