Unlauterer Wettbewerb
Basler Justiz geht gegen Handelsregister-Abzocker vor

Das IFW Institut für Wirtschaftsinformationen hat Tausenden von Firmen Einzahlungsscheine zugestellt für angebliche Handelsregisterkosten, die es so gar nicht gegeben hat. Nun hat die Staatsanwaltschaft ein Strafverfahrern eröffnet.

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Das IWF hat Tausende von Einzahlungsscheinen verschicht

Das IWF hat Tausende von Einzahlungsscheinen verschicht

Keystone

Die Staatsanwaltschaft ermittelt laut einer Mitteilung vom Dienstag wegen möglichen unlauteren Wettbewerbs. Bei der Basler Staatsanwaltschaft seien «ein paar Dutzend Anzeigen» eingegangen, sagte ein Sprecher der Behörde.

Das Institut in Birmingham soll über eine Basler Zweigniederlassung Schreiben an Tausende von Firmen in der Schweiz verschickt haben, die gerade eine Neueintragung oder Änderung im Handelsregister vorgenommen hatten. Auf den Schreiben stand «Handelsregister Neueintrag» oder «Mutation Ihrer Handelsregister- Eintragung».

Für Rechnung gehalten und bezahlt

Zudem lag ein Einzahlungsschein für angebliche Kosten bei. Es bestehe nun der Verdacht, dass die Schreiben von den Adressaten für Rechnungen wegen des Handelsregistereintrags gehalten und bezahlt worden seien. Die Staatsanwaltschaft sucht weitere Geschädigte.

Auf die Rechnungen des IFW Instituts für Wirtschaftsinformationen hatte eine Recherche der «bz Basellandschaftliche Zeitung» aufmerksam gemacht. (sda/cbk)