Der Geschäftsertrag stieg gegenüber der Vorjahresperiode um 14,6 Prozent auf 210,3 Millionen Franken. Der operative Geschäftserfolg stieg um 20,4 Prozent auf 95,1 Millionen. Unter dem Strich blieb ein Halbjahresgewinn von 48,2 Millionen, was einem Plus von 10,1 Prozent entspricht. Effizienzbemühungen und Stellenabbau zahlten sich aus.

Per Ende Juni 2017 verzeichnete die Bank ein Hypothekarvolumen von 10,7 Milliarden Franken; das sind 2,8 Prozent mehr als am Ende des Vorjahres und auch mehr als erwartet. Die Kundenvermögen stiegen gleichzeitig um 1,1 Prozent auf 24,4 Milliarden.

Handel boomt

Im Zinsgeschäft als wichtigstem Standbein stieg der Erfolg im ersten Semester um 3,1 Prozent auf 92,4 Millionen Franken. Am meisten zum guten Halbjahr trug das Handelsgeschäft bei, dessen Erfolg um 56,7 Prozent auf 52,2 Millionen stieg. Um 4,1 Prozent auf 35,0 Millionen legte derweil das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft zu.

Zwar seien die Zinsen weiter tief und der Margendruck hoch geblieben, schreibt die Bank. Die BKB hofft gemäss Halbjahrsbericht aber auf positive Entwicklungen nach den Wahlen in Frankreich und den Niederlanden, welche die Mitte und Europa gestärkt hätten.

Generell hätten die Unsicherheiten abgenommen und das Börsenumfeld sich stabilisiert, was die Kundschaft zu mehr Aktivitäten animiert habe. Den eigenen Handelserfolg erklärt die BKB indes auch mit einer internen Reorganisation.

Umbau kostet

Die Bemühungen um Effizienz und tiefere Kosten machen allerdings auch Investitionen nötig, die insbesondere beim Sachaufwand zu Buche schlugen. Dieser stieg um 8,6 Prozent auf 41,8 Millionen. Zudem gab es mehr Abschreibungen und Rückstellungen. Der Personalaufwand wurde hingegen um 0,9 Prozent auf 60,0 Millionen gedrückt.

Der BKB-Konzern, zu dem auch die Bank Cler gehört (die frühere Bank Coop), entwickelte sich operativ ähnlich wie im Stammhaus. Die Cler-Zahlen waren vor Wochenfrist publiziert worden. Dank der Aufstockung der Cler-Beteiligung machte jedoch der BKB-Konzerngewinn einen Sprung um 70 Prozent auf 97,9 Millionen Franken.

Für das Gesamtjahr 2017 hält die BKB an den zum Jahresbeginn publizierten Erwartungen fest. Ein schweres Damoklesschwert hofft die BKB noch in diesem Jahr loszuwerden: Der Steuerstreit mit den US-Behörden - einer der imageschädigenden Skandale unter BKB-Beteiligung der letzten Jahre - solle noch 2017 abgeschlossen werden. Dafür hat die Bank seit 2013 100 Millionen zurückgestellt, was sie auch heute für ausreichend hält.