Die BKB macht dafür im wesentlichen institutionelle und öffentlich-rechtliche Kunden verantwortlich, die überschüssige Liquidität abschöpften. «Zu einem kleinen Teil» sei der Rückgang aber auch auf den Ausstieg aus dem Geschäft mit US-amerikanischen Kunden zurückzuführen, der zu einem Vermögensabfluss von etwas mehr als 200 Millionen Franken geführt habe, schrieb die Bank am Donnerstag in einer Mitteilung.

Die BKB verzeichnete gegenüber dem Vorjahr eine Zunahme des Gewinns um 2,7 Prozent auf 44,1 Millionen. Die Steigerung geht massgeblich auf einen Immobilienverkauf zurück. Mit 112,4 Millionen lag das Betriebsergebnis 2,9 Prozent unter dem Vorjahreswert.

Positiv entwickelte sich das Zinsgeschäft, das 109,9 Millionen Franken oder 3,8 Prozent mehr in die Kassen spülte. Dagegen verringerte sich der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft um 3,8 Prozent auf 57,2 Millionen. Der Handelserfolg stieg um 10 Prozent auf 49,9 Millionen Franken.

Keine Extra-Polster für US-Streit

Im Zusammenhang mit dem Steuerstreit zwischen der Schweiz und den USA hat die BKB nach eigenen Angaben keine Rückstellungen gebildet. Es lasse sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht sagen, ob und in welcher Höhe man Zahlungen leisten müsse, so die Begründung des Instituts.

Der Konzern BKB, der neben der Basler Kantonalbank die Bank Coop umfasst, schloss das erste Halbjahr mit einem um 37,2 Prozent höheren Konzerngewinn von 158,4 Millionen ab. Das deutliche Plus ist gemäss Medienmitteilung zu einem wesentlichen Teil auf Sonderfaktoren zurückzuführen.

Beim Ausblick auf die zweite Jahreshälfte ist die Bank vorsichtig. Sie rechnet auf Konzernebene mit einem soliden operativen Ergebnis, sofern sich die wirtschaftliche Lage und die Situation auf den Finanzmärkten nicht deutlich verschlechtern.