Bahnprojekt

Basler Kantonsparlament für Vorfinanzierung des S-Bahn-"Herzstücks»

Die neue Linienführung des «Herzstücks».

Die neue Linienführung des «Herzstücks».

Die Basler Regierung soll mit dem Bund verhandeln über eine Vorfinanzierung des Tunnelgrossprojektes «Herzstück». Das Kantonsparlament hat am Mittwochabend eine Motion mit diesem Auftrag deutlich an die Regierung überwiesen.

Herzstück nennen die Planer die künftige unterirdische Verbindung zwischen dem Bahnhof SBB und dem Badischen Bahnhof. Die Motion fordert einen Ratschlag zur Vorfinanzierung des Projektes durch den Stadtkanton bis Ende 2017. Die neue Verbindung soll dereinst der trinationalen Regio-S-Bahn Durchmesserlinien - also ohne Wendehalte - und engere Takte ermöglichen.

Angesichts der Baukosten von insgesamt geschätzten 2,3 Milliarden geht es bei der Vorfinanzierung um ein Darlehen in dreistelliger Millionenhöhe. Das Vorprojekt war Ende April präsentiert worden, mit aktualisierter Lineinführung und später realisierbarem Flughafen-Ast, aber ohne früher angedachten teuren Tiefbahnhof.

Der Bund soll die kantonale Vorleistung dann im Rahmen des Bahn-Ausbauschrittes 2035 zurückzahlen, hoffen die Motionäre. Voraussetzung für den Bau ist, dass der Bund das Grossprojekt in den Ausbauschritt STEP 2030 aufnimmt.

Die Motion stammt aus den Federn der Regio- sowie der Umwelt-, Verkehrs- und Energiekommission des Grossen Rates Basel-Stadt. Die Regierung war zur Entgegennahme bereit gewesen. Der Vorstoss wurde mit 74 gegen 8 Stimmen bei 3 Enthaltungen als Auftrag überwiesen. - Kritiker halten das Projekt für zu teuer und zu wenig nützlich.

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