Das «Büro für Problem» hat ein Problem weniger. Das Finanzproblem. Die 10 000 Franken Preisgeld, die der Mitbegründer des Verlags, Simon Krebs, nun erhält, werden direkt in das Projekt fliessen, wie er sagt. Denn Simon Krebs ist zum Basler Kulturförderpreisträger 2016 gekürt worden. Für zwei gute Gründe: Liebe und Können.

Denn so entstehen die handgefertigten, handverlesenen Büchlein seines Verlags: Mit Liebe und mit Können. Junge, interessante Autoren; kluge, lustige Inhalte; ästhetisch ansprechende, subtil-humorvolle Gestaltung. Das sind typische «Problem-Bücher». Von Bettina Guggers «Musen und Museen» – übrigens preisgekrönt – bis zur Mini-Anthologie «Jugend in Comic und Literatur». Der Verlag gehe «neue Wege der Publizistik», schreibt die Preisjury.

Neben dem Verlag hat Krebs 2015 auch die neue Kleinbasler Buchhandlung «Kosmos» miteröffnet. Der Laden, in dem auch Lesungen und Performances stattfinden, ist laut Jury ein beliebter Treffpunkt und trage zur Lebendigkeit des Klybeck-Quartiers bei.

Simon Krebs (Jg. 1984) ist es wichtig zu betonen, dass er den Verlag zusammen mit der Autorin Anaïs Meier gegründet hat und die Buchhandlung auf eine Idee von ihm und Franca Schaad zurückgehe – dann kamen Anna Weber und Camilla Wüthrich hinzu. Der bildende Künstler und Kulturproduzent hat einen Master of Fine Arts und ist Flatterschaftsmitglied. Er hat bereits an vielen Ausstellungen mitgewirkt. Der Preis wird ihm am 7. April verliehen.