Rückgang

Basler Lehrstellen: Interesse an der KV-Lehre ist gesunken

(Symbolbild)

Auch die einstige «Königslehre» hat Mühe, Lehrlinge zu finden.

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Der Handel folgt auch in Basel einem schweizweiten Phänomen. Die Branche hat Mühe seine Lehrstellen zu besetzen. Eine Konkurrenz sind unter anderem die weiterführenden Schulen.

Einst war sie die «Königslehre», die Ausbildung, um die Lehrstellensuchende regelrecht kämpfen mussten: die KV-Lehre. Der kaufmännische Bereich ist auch heute noch der wichtigste, wenn es um Ausbildungsplätze geht. Doch wie in den vergangenen Jahren bereits viele andere Branchen, hat jetzt auch der Handel Mühe, seine Lehrstellen zu besetzen. Das zeigt der Bericht über die Basler Lehrstellensituation 2017. «Generell sind die Zahlen der Lehrstellen im Kanton stabil. Dass es nun zu einem Rückgang in der KV-Branche gekommen ist, ist aber ein schweizweites Phänomen», erklärt Ulrich Maier, Leiter der Mittelschulen und Berufsbildung Basel.

Das läge besonders an einem Imageverlust der Branche: «Mit der Digitalisierung der Gesellschaft gelten kaufmännische Berufe nicht mehr als gleich sichere Karrierewahl für die Zukunft», meint Maier. Gerade Berufe im IT-Bereich würden eine grosse Konkurrenz darstellen, gegenüber der sich das KV neu positionieren müsse.

Eine weitere Konkurrenz sind auch die weiterführenden Schulen. Barbara Gutzwiller vom Arbeitgeberverband Basel sagt: «Gerade KV-Lehrstellen waren traditionell auf gut qualifizierte Auszubildende zugeschnitten. Genau diese Zielgruppe haben auch weiterführende Schulen, beispielsweise Gymnasien». Wichtig sei es daher, früh über die Vorteile des dualen Systems zu informieren. Für die Lehrstellen 2018 gibt es noch keine sicheren Zahlen, da sich die künftigen Auszubildenden noch bis September für eine Lehre entscheiden können.

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