Es scheint zu einer schönen Tradition zu werden: Basta und SP geben sich gegenseitig via Kurznachrichtendienst Twitter aufs Dach. Die «bz» berichtete am 16. April 2016 über die Asylgesetz-Revision, die zu einem Schlagabtausch führte. In den Hauptrollen damals: Die Basler SP-Nationalrätin Silvia Schenker und Basta-Co-Präsidentin Heidi Mück.

In dieser Woche wiederholte sich die Geschichte. Am Ursprung des Twitter-Streits stand die Ankündigung von Mück, das Referendum gegen die Altersvorsorge 2020 zu unterstützen.

Prompt lautete das Argument von Sozialdemokraten wie Grossrat Kaspar Sutter und Schenker, die Basta gehe damit eine unheilige Allianz mit Rechtsbürgerlichen ein. «Ihr werdet gemeinsam mit der SVP die Reform bekämpfen. Die Basta wird bei einem Nein nicht die Gewinnerin sein», schrieb Sutter, Schenker pflichtete ihm «zu 100 Prozent» bei.

«Diesmal sind viele Betroffene unzufrieden mit der Vorlage. Diese haben das Recht, sich dagegen zu wehren. Auch wenn es für dich schwierig ist», richtete sich anschliessend Mück an Schenker und fügte an, dass sie die Arbeit der Sozialdemokratin im Parlament dennoch schätze.

Die Kritik der Reformgegner fusst vor allem auf zwei Punkten: Zum einen die Erhöhung des Rentenalters für Frauen auf 65 sowie die Kürzung des Umwandlungssatzes um 0,8 Prozentpunkte. Gegner der Altersvorsorge 2020 stammen derzeit vor allem aus dem prononciert linken Lager.

Die SP Schweiz hat angekündigt, das Referendum nicht zu unterstützen und sich stattdessen für die im Parlament hart umkämpfte Vorlage ihres Bundesrats Alain Berset einzusetzen.