Businessmodell
Basler Markthalle ist nach dem Down wieder zurück im Geschäft

Nachdem die Markthalle Basel 2013 rote Zahlen schrieb, steigen die Zahlen dank dem neuen Businessmodell wieder nach oben. Die neuen Essensstände locken während der Mittagszeit viele Besucher an und lassen den ganzen Standort attraktiver wirken.

David Egger
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Neues Businessmodell zieht wieder Besucher an.

Neues Businessmodell zieht wieder Besucher an.

Nicole Nars-Zimmer

Die Begeisterung war gross vor zwei Jahren: Die Basler Markthalle öffnete ihre Türen, nachdem sie wegen Sanierungsarbeiten drei Jahre geschlossen war. Internationale Ladenketten luden zum Shopping. Doch die Ernüchterung kam schnell: Wegen Kundenmangels stellten im September 2013 alle Shops ihren Betrieb ein. Das Kuppelgebäude leerte sich. Nun ist die Begeisterung zurück: Stände mit Essen aus aller Welt locken täglich Hunderte Basler an. «Über Mittag stossen wir bereits an unsere Kapazitätsgrenzen», sagt Daniel Zimmermann vom Center-Management der Wincasa, die das Haus im Auftrag der Gebäudeeigentümerin Credit Suisse verwaltet.

Ob sich die Essensstände auch wirtschaftlich lohnen, kann Zimmermann noch nicht sagen — man befinde sich mitten in der Entwicklungsphase. Die Zahlen würden aber nach oben zeigen. Die Wincasa erhält laufend Anfragen für neue Stände. «Wir haben aber keine Plätze mehr. Zudem ist das Angebot schon vielfältig genug.»

Auch die sieben hölzernen Boxen rund um die Essensstände füllen sich mit Leben. In den nächsten Wochen zieht dort ein Demeter-Gemüsestand ein, auch eine Gelateria und eine Bäckerei sind in Planung.

Interessenten auf Warteliste

Mit dem Erfolg der Essensstände, des Abendmarkts und des Sonntags-Brocante sei der ganze Standort attraktiver geworden, so Zimmermann. Das gelte auch für die Gewerbeflächen rund um das Kuppelgebäude. Am Samstag startet Susan Rodriguez mit ihrem Laden «Von Bauch zu Bauch», der Schwangerschaftsmode und Babykleider anbietet. Und im Dezember eröffnet die Firma Remax eine Filiale im Erdgeschoss des 50 Meter hohen Markthallen-Towers — es ist dort die letzte freie Gewerbefläche. Weitere Interessenten für die Gewerbeflächen im Randbau stehen auf einer Warteliste.