Strohhalme, Geschirr, Besteck und Wattestäbchen aus Plastik sollen spätestens 2022 in Basel verboten sein. Dies forderte eine Mehrheit im Basler Kantonsparlament. Sie hat am Mittwochnachmittag eine entsprechende Motion an die Regierung überwiesen. 

Eingereicht wurde die Motion von Thomas Grossenbacher vom Grünen Bündnis. Er sagt: «Plastik ist zu einem Fluch für unsere Gesellschaft geworden. Im Durchschnitt verbraucht jeder Schweizer 125 Kilogramm Plastik pro Jahr, das ist eine Badewanne voll. Drei Viertel davon sind Einweg-Verpackungen.»

Die Gegner des Plastik-Röhrli-Verbots bestritten nicht, dass Plastik ein weltweites Problem ist. FDP-Sprecher Stephan Mumenthaler sagt: «Der Abfall in der Schweiz wird grösstenteils verbrannt. Im Meer landet davon nichts, ausser vielleicht, wenn angetrunkene Jugendliche ihren Müll in den Rhein werfen. Aber auch dieses Problem löst eine kantonale Lösung nicht.» Ein Plastik-Röhrli-Verbot sei unverhältnismässig und erfülle höchstens eine psychologische Sündenbock-Funktion.

Mit 55 zu 38 Stimmen fanden die Plastik-Gegner jedoch eine deutliche Mehrheit. Ausser bei der LDP, die geschlossen gegen das Plastik-Verbot stimmte, gab es in allen bürgerlichen Parteien und auch in der SVP einzelne Pro-Stimmen. Die SP und das Grüne Bündnis stimmten geschlossen für das Verbot. Die GLP – hin und her gerissen zwischen liberal und grün – stimmte mit 2:1 in die liberale Richtung. 

Abstimmungsergebnis