Frauenstreik

Basler Politik soll Bussen aufheben: Petition in Basel fordert Straffreiheit nach Frauenstreiktag-Demo

Teilnehmerin der Kundgebung zum Frauenstreiktag in Basel am 14. Juni. (Archivbild)

Teilnehmerin der Kundgebung zum Frauenstreiktag in Basel am 14. Juni. (Archivbild)

Eine Petition in Basel verlangt, dass nach den Aktionen zum Frauenstreiktag weder Bussen ausgestellt noch Personendaten an die Staatsanwaltschaft weitergegeben werden. Die Bittschrift wurde am Dienstag dem Grossen Rat übergeben.

Unterzeichnet hatten sie über 1600 Menschen, wie das Frauenstreik-Komitee Basel am Dienstagabend mitteilte. Es sprach im Communiqué von einem «Übergriff der Basler Kantonspolizei». Die Polizei soll sich für ihr «demütigendes und unverhältnismässiges» Eingreifen entschuldigen.

280 Bussen seien ausgestellt worden, und Daten von zehn Personen seien an die Staatsanwaltschaft weitergegeben worden. Das Komitee sprach von einer «Kriminalisierung feministischen Widerstands».

Ein Jahr nach dem historischen Frauenstreik von 14. Juni 2019 hatten am vergangenen 14. Juni in Schweizer Städten Kundgebungen stattgefunden. In Basel blockierten rund 500 Frauen vorübergehend die Johanniterbrücke. Die Polizei sperrte die Brücke schliesslich und kontrollierte nach eigenen Angaben rund 300 Personen der unbewilligten Kundgebung.

Wegen der Corona-Massnahmen wurden zum Frauenstreik-Jahrestag keine offiziellen Kundgebungen organisiert worden, sondern es waren verschiedene Aktionen den ganzen Tag hindurch durchgeführt worden.

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