Der aus den 1930er-Jahren stammende Gebäudekomplex ist sanierungsbedürftig und nicht erdbebensicher. Mit der Sanierung sollen die bisher fünf Einsatzzentralen der Blaulichtorganisationen zu zwei zusammengelegt und gesichert werden. Die eine der Polizei bleibt im Spiegelhof, die andere von Feuerwehr und Sanität im Lützelhof.

Im Parlament war die Vorlage weitgehend unbestritten. Die CVP/EVP sprach von "horrenden Kosten", die aber angesichts der baulichen Situation und der Ziele gerechtfertigt seien. Auch für die FDP ist es "kein Luxusprojekt", sondern eine Notwendigkeit für die Sicherheit Basels.

Zwei SVP-Grossräte kritisierten indes, dass die beiden künftigen Einsatzzentralen mitten in der Stadt und geografisch zu nahe beieinander lägen, so dass bei einem Problem möglicherweise beide betroffen wären. Die SP konterte mit der guten Verkehrserschliessung an dieser Lage.

Dritte Einsatzzentrale

Sicherheitsdirektor Baschi Dürr sprach von einem "Meilenstein in der infrastrukturellen Sicherheit unseres Kantons". Jede einzelne Steckdose müsse erdbebensicher gemacht werden. Eine Neubau-Alternative abseits des Stadtzentrums beim Zeughaus sei früher geprüft, aus Kostengründen aber aufgegeben worden.

Die Nähe der beiden künftigen Zentralen ermögliche im Ernstfall einen raschen Wechsel, was höher gewichtet worden sei als das Risiko. Für die Einsatzzentrale der Rettung soll laut Dürr demnächst eine separate Vorlage folgen.

Teuer macht die Pläne übrigens auch die Basler Geschichte: Archäologische Grabungen zur Vorbereitung der Bauarbeiten sind auf zwölf Monate veranschlagt.