Sicherheitsassistenten

Basler Polizei setzt bewaffnete Hilfspolizisten ein

Die Ausbildung der bewaffneten Sicherheitsassistenten dauert im Gegensatz zur vierjährigen Polizeiausbildung rund vier Monate und findet intern statt. (Archiv)

Die Ausbildung der bewaffneten Sicherheitsassistenten dauert im Gegensatz zur vierjährigen Polizeiausbildung rund vier Monate und findet intern statt. (Archiv)

Im Kanton Basel-Stadt haben die ersten vier von insgesamt 16 bewaffneten Sicherheitsassistenten ihren Dienst aufgenommen. Die «Hilfspolizisten» werden vor allem für Transport- und Überwachungsaufgaben eingesetzt.

Zum Einsatz kommen die Sicherheitsassistenten im Ressort Sicherheit und Transporte der Polizei, wie es in einer Mitteilung des Justiz- und Sicherheitsdepartements (JSD) vom Dienstag heisst. Das Ressort kümmert sich um die Überwachung Gefangener bei Gerichten und Spitälern, den Transport Festgenommener und die Gefangenensammelstelle.

Das Ressort bestand bisher aus sieben Polizistinnen und Polizisten und sieben unbewaffneten Zivilangestellten, die als Chauffeure eingesetzt wurden. Weil diese nicht entsprechend ausgebildet und ausgerüstet sind, muss das Ressort oft auf die Unterstützung von Polizisten aus anderen Diensten zurückgreifen.

Die Regierung hatte dem Grossen Rat daher die Schaffung der neuen Mitarbeiterkategorie beantragt, der das Parlament im vergangenen Herbst zustimmte. Damit sollen "normale" Polizisten frei für Aufgaben werden, für welche die volle Polizeiausbildung erforderlich ist. Rechnerisch werden laut Polizei vier Polizisten verfügbar.

Kürzere Ausbildung

Die Ausbildung der bewaffneten Sicherheitsassistenten dauert im Gegensatz zur vierjährigen Polizeiausbildung rund vier Monate und findet intern statt, wie ein JSD-Sprecher sagte. Der Schwerpunkt liege dabei auf dem Einsatztraining wie der Schiessausbildung.

Die ersten vier bewaffneten Sicherheitsassistenten sind gemäss dem Sprecher intern rekrutiert worden; aus Polizeiangehörigen, die bisher den ruhenden Verkehr kontrolliert haben. Die weiteren zwölf Personen sollen in den kommenden Monaten fortlaufend ausgebildet werden. Das Budget bleibe trotz der Neukonzeption unverändert.

Die Sicherheitsassistenten sollen künftig auch das Management der mobilen Parkverbotsschilder übernehmen. Dazu wird gemäss Mitteilung auch eine neue elektronische Plattform entwickelt. Geplant ist, dass das Ressort auch das Bringen und Holen der Schilder übernimmt.

Mit dem Schritt folgte Basel-Stadt anderen Kantonen. So setzt etwa die Baselbieter Kantonspolizei seit Februar 2014 im uniformierten und bewaffneten Dienst polizeiliche Sicherheitsassistenten (PSiA) ein. Schon länger bestehen solche Dienste in Zürich und Bern.

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