Da dürfte der eine oder andere kurz gestutzt haben: beim Banküberfall in Riehen waren Basler Polizisten mit dem Sturmgewehr im Anschlag zu sehen. Dabei hatte es doch im Mai bei der Beratung des Terrorabwehr-Pakets noch im Grossen Rat geheissen, die Polizei wolle keine Sturmgewehre beschaffen. Im Gegensatz zu anderen kantonalen Polizeien, die sich mit grösserkalibrigen Langwaffen eindecken.

Daran habe sich nichts geändert, sagt Polizeisprecher Martin Schütz. Aber bei dieser Diskussion gehe es um die «normalen» Polizisten. Und die auf dem Bild links zu sehenden Einsatzkräfte gehörten der Sondereinheit «Basilisk» an. Diese verfügt über sogenannte Sonderwaffen. Welche, will die Polizei aus taktischen Gründen nicht sagen. Im Bild zu sehen ist ein Sturmgewehr der Marke SIG, ein SSG552, die Kurzversion des Ordonnanzgewehrs der Schweizer Armee, das im In- und Ausland bei Sondereinheiten äusserst beliebt ist. Es verschiesst Munition des Kalibers 5,56×45mm Nato.

Was die Polizei beschaffen will, so der Grosse Rat ihrem Antrag zustimmt, sind neue Maschinenpistolen. Und zwar idealerweise solche mit einer deutlich höheren Leistungsfähigkeit als die aktuell im Einsatz stehende MP5 des Herstellers Heckler&Koch. Damit sollen mehr Polizisten als bisher ausgerüstet werden, um eine schnellere Einsatzbereitschaft zu erreichen.