Abbruch

Basler Polizisten sollen neue Uniformen erhalten – Suche gestaltet sich schwierig

Die Basler Polizei erhält neue Uniformen – wie diese dereinst aussehen werden, ist noch völlig unklar.

Die Basler Polizei erhält neue Uniformen – wie diese dereinst aussehen werden, ist noch völlig unklar.

Die 700 Polizisten der Basler Polizei sollen neu eingekleidet werden. Während beinahe alle anderen Deutschschweizer Korps ihre neue Uniformen in einer erstmaligen Aktion gemeinsam beschaffen, wählt Basel den Alleingang.

Die Basler Polizei erhält ein neues Erscheinungsbild. In den nächsten Jahren sollen die Uniformen der rund 700 Mitarbeiter der Kantonspolizei schrittweise ersetzt werden. Doch nun zeigt sich: Das ist einfacher gesagt als getan. Als ersten Schritt wollten die Verantwortlichen neue Fleece-Jacken besorgen, insgesamt 1000 Stück. Dafür sind 90'000 Franken eingeplant.

Der Kanton hat aber die entsprechende Ausschreibung abgebrochen: «Keiner der Bewerber konnte den Leistungskatalog erfüllen,» sagt Toprak Yerguz, Sprecher des Justiz- und Sicherheitsdepartements. Probleme bereitet offenbar der besonders gute Brandschutz, den die Polizeiverantwortlichen als Bedingung aufgestellt haben, oder das definierte Vorlegen einer Referenz bei einer Blaulichtorganisation.

Jacken müssen vier Jahre halten

Deshalb startet das Justiz- und Sicherheitsdepartement die Beschaffung nochmals neu. Als Konsequenz aus dem ersten Versuch wird neu genau vorgegeben, welche spezielle Fleece-Jacke die Basler Polizei anschaffen will. Gesucht wird eine Firma für die Produktion.

Die Jacken werden über das reguläre Budget für Kleidung finanziert. Entsprechend braucht die Polizei dafür im Gegensatz zu Neuanschaffungen wie etwa dem gepanzerten Fahrzeug vor zwei Monaten nicht die Erlaubnis vom Parlament.

Die Ausschreibung sieht vor, zunächst rund 1150 Oberteile anzuschaffen. In den darauf folgenden sieben Jahren sollen jeweils rund 60 weitere hinzukommen. In diese Gesamtzahl eingerechnet sind neue Mitarbeiter und Verschleisserscheinungen durch die tägliche Polizeiarbeit. Nach und nach sollen so in den kommenden Jahren weitere Elemente der Uniform angeschafft werden, bis schliesslich dann die Basler «Schugger» komplett neu eingekleidet sind.

Basler alleine auf weiter Flur

Dabei schlägt die Basler Polizei einen eigenen Weg ein. Fast alle anderen Korps der Deutschschweiz und auch die Bahnpolizei haben sich mittlerweile zu einer Beschaffungsgemeinschaft zusammengeschlossen, um die Kosten zu reduzieren. Auch die Baselbieter sind dabei. In diesem «Uniformkonkordat» werden neue Polizeiuniformen auf ihre Praxistauglichkeit geprüft und dann gemeinsam beschafft. Zuletzt wurden im vergangenen Dezember insgesamt 22'000 neue Polizeikappen bestellt. Ab kommendem Sommer werden die ersten gemeinsam ausgewählten Uniformen an die Kantonspolizei Zürich ausgeliefert.

Die Basler Polizei aber hat entschieden, alleine auf Shoppingtour zu gehen. «Mit einer unabhängigen Beschaffung können wir schneller, flexibler und aufgrund unserer Bestellmengen auch nicht teurer agieren als im Verbund mit anderen Polizeien», sagt Yerguz. Die von anderen Kantonen unabhängige Beschaffung ermögliche zudem, Kleidungstücke zusammen mit der Rettung Basel-Stadt zu beschaffen. Bei den aktuell gesuchten Fleecejacken ist dies aber nicht der Fall.

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