Finanzprobleme
Basler Pro Juventute geht das Geld aus

Die Pro Juventute beider Basel steckt in der Krise. Seit einigen Jahren nimmt der Verein immer weniger Geld ein und musste die Aktivität in verschiedenen Projekten einstellen.

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Die Organisation engagiert sich für Kinder und Jugendliche. In Basel fehlt es jedoch an finanziellen Mitteln. (Symbolbild)

Die Organisation engagiert sich für Kinder und Jugendliche. In Basel fehlt es jedoch an finanziellen Mitteln. (Symbolbild)

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Der Grund dafür ist die Umstrukturierung der nationalen Pro Juventute, wie mehrere ehemalige Mitarbeiter gegenüber der «Schweiz am Sonntag» sagen.

Seit 2009 besitzt eine Stiftung mit Sitz in Zürich die Rechte für die Marke Pro Juventute. Sie vertritt die Organisation für Kinder und Jugendliche auf nationaler Ebene. 23 regionale Vereine sind mit einem Lizenzvertrag mit der Zürcher Zentrale verbunden, darunter auch der Verein Pro Juventute beider Basel. Da die Stiftung schweizweit Spenden sammelt, konkurrenziert sie so die regionalen Vereine, sagen ehemalige Mitarbeiter.

Seit 2011 haben sich die Reserven des Basler Vereins um einen Viertel reduziert. 2013 konnten noch 270 000 Franken in Projekte für Kinder und Jugendliche gesteckt werden – halb so viel wie noch 2011.

Die aktuelle Präsidentin der Pro Juventute beider Basel und FDP-Landrätin Marianne Hollinger wiegelt ab: «Es ist heute generell schwierig, Mittel zu beschaffen.» Die Konstellation mit der konkurrenzierenden Stiftung sieht sie nicht als Problem. Es habe durchaus Vorteile, eine starke Stiftung im Rücken zu haben, sagt Hollinger der «Schweiz am Sonntag».

Auch die Zentrale in Zürich will nichts von Konkurrenz wissen: «Wir haben eine gute Zusammenarbeit mit den Vereinen», lässt sie verlauten.