Zur Umsetzung des im Vorstoss vorgeschlagenen Verkaufsmodells müsste beim Bundesamt für Gesundheit eine Ausnahmebewilligung eingeholt werden, hält die Regierung fest. Eine geregelte Cannabis-Abgabe im Rahmen eines kontrollierten medizinischen Forschungsprojekts sei jedoch in der Praxis kaum umsetzbar.

Die Forderung nach einer Regulierung der Cannabis-Abgabe sollte nach ihrer Ansicht auf Bundesebene und im Rahmen des Betäubungsmittelgesetzes entschieden werden, hält die Regierung weiter fest. Dabei würde sie eine Liberalisierung begrüssen. Den Vorstoss solle der Grosse Rat hingegen als erledigt abschreiben.

Dieser war, wie auch ein Vorstoss im Gemeinderat der Stadt Zürich, 2010 eingereicht worden. Ein in der Folge erstelltes Gutachten kam indes zum Schluss, dass ein Pilotversuch aus rechtlichen Gründen nicht zulässig wäre. Der Basler Grosse Rat wollte jedoch 2012 den parlamentarischen Vorstoss noch nicht abschreiben.

2013 lancierte zudem eine überparteiliche Arbeitsgruppe in Genf die Idee einer versuchsweisen Legalisierung des Cannabis-Konsums in Clubs. Der Bundesrat befand indes im vergangenen September, dass solche Pilotprojekte rechtlich auf wackligen Füssen stünden. Allerdings wolle er die Eidgenössische Kommission für Drogenfragen mit einem Bericht bis 2017 beauftragen.