Bebauungsplan
Basler Regierung sagt Ja zu Drei-Milliarden-Projekt von Roche

Die Basler Regierung gibt grünes Licht für die Bebauung des Roche-Areals nördlich der Grenzacherstrasse. Innerhalb von zehn Jahren will der Konzern dort für ein neues Forschungs- und Entwicklungszentrum rund drei Milliarden Franken investieren.

Nicolas Drechsler
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Schon 2016 will Roche auf dem Areal nördlich der Grenzacherstrasse weiter bauen. (Archiv)

Schon 2016 will Roche auf dem Areal nördlich der Grenzacherstrasse weiter bauen. (Archiv)

Kenneth Nars

Die Bautätigkeit am Basler Hauptsitz des Pharmakonzerns Roche ist noch lange nicht abgeschlossen. Und der Bau des geplanten Ensembles aus Hochhäusern ist einen entscheidenden Schritt weiter. Die Basler Regierung hat am Dienstag den Bebauungsplan genehmigt.

Dieser sieht auf dem Nordareal an der Grenzacherstrasse zunächst den Bau von vier Gebäuden vor, mit Höhen von 18, 28, 72 und 132 Metern. Diese kommen auf die Fläche Ecke Grenzacherstrasse/Peter Rot-Strasse zu stehen, wo derzeit ein Verwaltungsgebäude steht.

Parallel dazu soll vis-à-vis des eben erst fertig gestellten Bau 1 ein noch grösseres Hochhaus zu stehen kommen, das mit einer Höhe von 205 Metern knapp dreissig Meter höher werden wird als das derzeit höchste Gebäude der Schweiz.

Das von Herzog und de Meuron geplante Gesamtprojekt, das Roche bereits vor längerer Zeit vorgestellt hatte, soll rund drei Milliarden Franken kosten. 2600 Mitarbeiter sollen neue Arbeitsplätze auf dem Hauptareal von Roche bekommen.

Abfuhr für Gegner

Die Regierung hat mit der Verabschiedung des Bebauungsplans auch 89 Einsprachen dagegen abgelehnt. Da mit dem Ersatz des Baus 74 das dort bestehende unterirdische Parking mit rund 900 Parkplätzen durch ein neues, etwa gleich grosses ersetzt wird, brauchte es für das Planungsvorhaben auch eine Umweltverträglichkeitsprüfung. Die Hauptgründe für die Einsprachen waren gemäss der Regierung vor allem die Erschliessung des Areals mit dem öffentlichen Verkehr, sowie die lange Bauzeit und der dadurch entstehende Baulärm.

Die Regierung verweist darauf, dass sie eine Tramlinie durch die Grenzacherstrasse plane, eine Schnellbuslinie vom Bahnhof SBB zur Roche und eine S-Bahn-Haltestelle bei der Solitude. Das reiche, um den Bedenken der Anwohner Rechnung zu tragen. Was den Baulärm angehe, habe die Roche den Anwohnern bereits Angebote gemacht, unter anderem der Einbau von Schallschutzfenstern. Der Bebauungsplan soll nach Angaben der Regierung noch vor den Sommerferien 2016 vom Grossen Rat behandelt werden.

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