Die Basler Regierung will im Kampf gegen Temposünder modernere Messgeräte einsetzen. Für neue Radaranlagen beantragt sie deshalb dem Grossen Rat einen Kredit von 3,46 Millionen Franken.

Künftig soll es im Stadtkanton sechs fixe und sechs semistationäre Radaranlagen geben, wie die Regierung am Dienstag mitteilte. Bisher stand den elf festinstallierten Anlagen eine einzige semistationäre gegenüber, die an verschiedenen Standorten eingesetzt werden konnte.

Vom neuen Verhältnis von sechs zu sechs erhofft sich die Regierung eine höhere Wirksamkeit bei unveränderter jährlicher Kontrollzeit. Die Radaranlagen sollen nämlich in Zukunft nicht häufiger, jedoch zielgerichteter eingesetzt werden, wie die Regierung festhält.

Die Anlagen, die ersetzt werden sollen, seien veraltet. Unterhalt und Betrieb würden immer aufwendiger, Reparaturen könnten nicht mehr garantiert werden, heisst es im Communiqué. Ersetzt werden sollen laut dem Justiz- und Sicherheitsdepartement (JSD) auch drei mobile Messgeräte in Fahrzeugen.

Mit seinen Radaranlagen hat der Kanton Basel-Stadt letztes Jahr auf seinem Strassennetz nach Angaben des JSD Bussgelder von insgesamt 4,8 Millionen Franken eingenommen. Das sind rund 100'000 Franken mehr als im Vorjahr, jedoch 600'000 Franken weniger als 2012.