Das Sammelsystem "Sack im Behälter" ermögliche das getrennte Bereitstellen von Abfallsorten wie Kehricht, Bioabfälle und weitere Wertstoffe, wie es in einer Regierungsmitteilung vom Dienstag heisst. In Skandinavien seien rund zwei Millionen Einwohner in 94 Kommunen an ein derartiges Abfallsystem angeschlossen.

Bereitgestellt werden sollen die Abfallsäcke in Unterflurcontainern - eine Lösung mit Rollcontainern sei in Basel wegen des gesetzlichen Vorgartenschutzes nicht möglich. Nach dem Einsammeln der Container werden die Säcke extern sortiert. Die Abfalllogistik könne so in einer Runde ohne Extratouren bewältigt werden.

Die gesammelten biogenen Abfälle will der Kanton in der Biopower-Anlage in Pratteln BL verwerten. Im Betrag von 1,715 Millionen Franken eingerechnet sind neben den Kosten für die externe Sortierung auch die Evaluation des Versuchs. Zudem soll eine Machbarkeitsstudie für eine Sortieranlage und für eine Biogasanlage zur Verwertung der biogenen Abfälle erarbeitet werden.

Stimmt der Grosse Rat zu, soll der Pilotversuch im kommenden Jahr starten. Die gesamte Projektdauer werde auf zweieinhalb Jahre geschätzt.