Atomdebatte
Basler Regierung will beim AKW-Ausstieg weiter gehen als der Bundesrat

Für die Basler Regierung geht der Bundesrat mit seinem Szenario für den Ausstieg aus der Atomenergie nicht weit genug. Ihrer Ansicht nach muss für die AKW Beznau 1 und 2 sowie Mühleberg eine vorzeitige Stilllegung geprüft werden.

Merken
Drucken
Teilen
Die Schweizer AKWs: Wann sie der Bundesrat vom Netz nehmen möchte
4 Bilder
Das jüngste Schweizer AKW in Leibstadt sollt 2034 vom Netz gehen
Mühleberg soll 2022 abgeschaltet werden
Gösgen soll 2029 vom Netz gehen

Die Schweizer AKWs: Wann sie der Bundesrat vom Netz nehmen möchte

Aargauer Zeitung

Über den Bundesratsentscheid vom Mittwoch zum Ausstieg aus der Atomenergie zeigte sich die Basler Regierung in einer Mitteilung vom Donnerstag zwar erfreut. Doch der Plan, die bestehenden AKW erst am Ende ihrer Betriebszeiten vom Netz zu nehmen, stelle für sie nur die «minimale Forderung» dar, hält die Exekutive des Stadtkantons fest.

Das Szenario des Bundesrats will die Regierung nur akzeptieren, wenn die bestehenden Atomkraftwerke so nachgerüstet werden, dass sie den höchstmöglichen Schutz der Bevölkerung gewährleisten. AKW, die diese Bedingungen nicht erfüllen, müssten vorher vom Netz genommen werden, lautet die Forderung aus dem Basler Rathaus. Dort wird auch Einblick in die ENSI-Sicherheitsüberprüfung verlangt.

Weiter bekräftigt die Regierung, dass sie sich weiterhin für die stärkere Förderung von Energieeffizienz und erneuerbaren Energien einsetzen will. Diesen Weg verfolge der Stadtkanton auf Grundlage des kantonalen Energiegesetzes seit bald 30 Jahren. Als Folge davon sei der Stromverbrauch im Gegensatz zum landesweiten Trend 2010 in Basel-Stadt gesunken. (sda)