Die Papiermühle hatte eine Subvention von neu 275'000 Franken beantragt, wie aus der am Samstag veröffentlichten Vorlage der Regierung hervorgeht. Begründet wurde dieses Begehren mit einem strukturellen Defizit, das seit Jahren auf dem Museumsbetrieb lastet und sich trotz aller Anstrengungen nicht habe ausmerzen lassen.

Bei einem Betriebsaufwand von 1'414'849 Franken musste die Papiermühle 2010 einen Verlust von 77'104 Franken verbuchen. Lobende Worte findet die Regierung für den Eigenwirtschaftlichkeitsgrad, der mit rund 60 Prozent «vorbildlich» und für ein Museum aussergewöhnlich hoch sei.

Baselland gibt nicht mehr

Vom Kanton Baselland hatte sich die Papiermühle ebenfalls mehr Geld erhofft. Dort wurde jedoch eine Erhöhung der bisherigen Subvention um 35'000 auf 85'000 Franken abgelehnt. Schulklassen aus beiden Basel haben in der Papiermühle freien Eintritt. Letztes Jahr verzeichnete das Museum rund 31'000 Eintritte.

Die 1980 eröffnete Papiermühle im St. Alban-Tag war in den letzten vier Monaten von Grund auf saniert und neu gestaltet worden. Der Kanton beteiligte sich an den Investitionen von insgesamt 6,7 Millionen Franken mit 2 Millionen Franken. Seit einer Woche ist das Museum wieder für das Publikum zugänglich.