Des einen Leid ist des anderen Freud. Nachdem sich Mitte August bei Rastatt Bahngleise abgesenkt haben, wird die wichtige Nord-Süd-Achse noch viele Wochen lang gesperrt sein. Auf der Suche nach Alternativen steigen immer mehr Reisende auf Fernbusse um.

Davon profitiert gerade auch der Fernbusanbieter Flixbus. Das Unternehmen hatte innert weniger Tage einen deutlichen Anstieg der Buchungen festgestellt. Dies betraf insbesondere Verbindungen von der Schweiz in Richtung Baden-Württemberg. So wurde eine Steigerung von rund 10 bis teilweise sogar über 20 Prozent auf unterschiedlichen Verbindungen von der Schweiz beispielsweise nach Karlsruhe festgestellt.

Freiburg, Mailand und München

Die steigenden Zahlen hätten aber nicht nur mit der Bahnpanne zu tun. Davon zeigt sich Flixbus überzeugt. Fernbusse hätten sich mittlerweile als Reise-Alternative etabliert, schreibt das Unternehmen in einer gestern Dienstag verschickten Medienmitteilung.

Im Vergleich zum Vorjahr hätten diesen Sommer knapp 45 Prozent mehr Fahrgäste in der Schweiz Flixbus genutzt, um zu verreisen. Fahrgäste aus der Region Basel ziehe es dabei besonders oft nach Freiburg. Das zweitbeliebteste Reiseziel sei Mailand. Daneben schaffe es auch noch München unter die Top 3 der Reisedestinationen ab Basel. Ansonsten sind es in erster Linie Ziele in Frankreich, die sich bei Fernbusreisenden aus der Schweiz grosser Beliebtheit erfreuen – allen voran Paris.

«In weniger als fünf Jahren ist es uns gelungen, den Fernbus neben Bahn, Flugzeug und Auto als Alternative für den Urlaub zu etablieren», wirbt Flixbus-Geschäftsführer André Schwämmlein. Die Öffnung der Märkte zahle sich offensichtlich für Busreisende in Europa aus.

In der Schweiz selber seien es vor allem die Städte Zürich und Genf, die bei Fahrgästen aus dem europäischen Ausland besonders beliebt seien. Dahinter folgt mit Basel die drittgrösste Stadt der Schweiz. Auf den Plätzen vier und fünf stehen Bern und Lausanne.