Flanieren ist schon reizvoll, doch mit gleichzeitigem Surfen oder Chatten wird der real durchschrittene Raum virtuell ergänzt. Etwa spontane Suche nach einem Restaurant braucht heute weniger gute Augen und Sohlen als gute Programme und eine gute Datenverbindung per Smartphone - und ein Tisch ist so oft auch rascher reserviert.

Die Ausstellung im Haus der Elektronischen Künste im Basler Dreispitz-Areal - die erste der neuen künstlerischen Leiterin Sabine Himmelsbach - versammelt elf künstlerische Positionen dazu, wie Vorstellung und Wahrnehmung sich so durchdringen. Aufgezeigt werden sollen dabei «unsichtbare Topographien des Digitalen».

Besuchende werden gleich zum Selbstversuch eingeladen, die Umgebung des Kunsthauses oder auch die Basler Innerstadt «anhand von Soundwalks und Handyapplikationen sensorisch zu erkunden», wie das Haus verspricht.

Zur Ausstellung, die bis am 11. November offen ist, gehören unter anderem auch Führungen und Künstlerworkshops.