Die Sharks scheiterten in Langenthal an der besten Sturmlinie der NLB. So könnte man das gestrige Spiel in einem Satz zusammenfassen. Der Auftritt der Basler überzeugte zwar weitgehend, aber gegen die beiden wirbligen Kanadier Brent Kelly und Jeff Campbell sowie dem besten Schweizer Torschützen der NLB Stefan Tschannen fanden die Nordwestschweizer kein Rezept.

Das erste Ausrufezeichen der Partie setzten die Basler, konkret die vierte Linie mit Montandon, Mäder und Baur. Den drei Basler Stürmern gelang es im Alleingang die gegnerischen Verteidiger zu beschäftigen. Als Montandon hinter dem Tor an die Scheibe kam, versuchte er es auf gut Glück mit einem Drehschuss in die nahe Ecke. Der Plan ging auf.

Das frühe Führungstor gab den Baslern Auftrieb. Sie setzten die favorisierten Langenthaler weiterhin früh unter Druck. Was im Spiel der Nordwestschweizer fehlte, waren aber die klaren Torchancen. Aber auch der Gegner aus Langenthal kam kaum zu Möglichkeiten. Durch das aggressive Forechecking von Dany Gelinas Team fanden die Berner nie wirklich den Rhythmus.

Langenthal dreht das Spiel

Was immer SCL-Coach seinen Spielern in der ersten Pause gesagt hatte, es wirkte. Wie verwandlet kamen die Oberaargauer aus der Kabine. Der Steigerungslauf trug schnell Früchte. Nach nur 19 Sekunden waren die Basler ausgespielt und Liga-Topskorer Jeff Campbell brauchte nur noch einzuschieben. Die erste Langenthaler Sturmlinie, welche die Tor-produktivste der ganzen NLB ist, machte im zweiten Drittel den Unterschied. Kurz nach dem 1:1 traf der zweite SCL-Kanadier Brent Kelly nach einer sehenswerten Kombination aus spitzem Winkel. Und auch der dritte Stürmer der SCL-Paradelinie kam zu einem persönlichen Erfolgserlebnis. Tschannens satter Schuss aus vollem Lauf bedeutete noch vor Spielmitte das 3:1 für das Heimteam. Gelinas konnte dem Treiben nicht mehr tatenlos zusehen und nahm sogleich ein Time-out. Auch seine Worte zeigten Wirkung. Die Basler verkürzten durch Wittwer zum 3:2.

Der Start des Schlussdrittel begann aber wie eine Kopie des Mitteldrittels. 41 Sekunden waren gespielt, als erneut Campbell einnetzte. Frunz gelang zwar wenig später der erneute Anschluss. Aber nur drei Minuten vergingen, als Hobi den Zwei-Torevorsprung wieder herstellte. Bei diesem 5:3 blieb es bis zum Schluss.