«Of Birds and Wires. Stimmen unter Strom» lautet dieses Jahr das Festivalthema. Dieses bezieht sich nach Angaben der Veranstalter auf die Veränderung in der Wahrnehmung der menschlichen Stimme, wenn diese auf technischem Weg verstärkt, manipuliert oder gar simuliert wird.

Als Beispiel dafür tritt etwa der britische Musik-Querdenker Tim Exile auf. Er setzt bei seinem Live Acts jedermanns Stimme als Instrument ein. In der Ausstellung baut zudem die kanadische Künstlerin Alexis O'Hara ein Iglu aus 100 Lautsprechern, in dem die Besucherinnen und Besucher ihre eigene Stimme verfremden können.

Rund 30 Werke aus aller Welt

Die Ausstellung umfasst rund 30 Werke aus aller Welt, von denen laut einem Festivalsprecher viele witzig und poetisch und für das Publikum leicht zugänglich sind. So lässt etwa der Schweizer Jürg Lehni zwei Computer mittels Spracherkennungs- und Sprech-Software einen Dialog voller Missverständisse führen, und der Kubaner José Toirac dekonstruiert Fernseh-Reden von Fidel Castro.

Das Festival, zu dem wieder rund 4500 Besucherinnen und Besucher erwartet werden, findet erstmals unter dem strukturellen Dach des Basler Hauses für elektronischen Künste statt. Unter dem Titel «Shift in Progress» bietet «Shift» auch Kunststudierenden eine Plattform.

«Shift» verfügt nach Angaben der Veranstalter über ein Budget von rund 700'000 Franken, von denen ein grosser Teil für die technische Infrastruktur benötigt wird. Finanziell unterstützt wird das Festival hauptsächlich von der Basler Christoph Merian Stiftung (CMS), von den beiden Basel und dem Bundesamt für Kultur.