2016 hat die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva) rund 530'000 Freizeitunfälle von obligatorisch Versicherten registriert – etwa doppelt so viele wie Betriebsunfälle.

Die Unterschiede sind gross. Während sich Baselland mit 60 Unfällen pro 1000 Einwohner und Jahr in allen Bereichen im Schweizer Durchschnitt bewegt, scheinen Herr und Frau Basler ganz schön vorsichtig zu sein. Auf 1000 Einwohner haben sich letztes Jahr nur 49 Freizeitunfälle ereignet. In konkreten Zahlen sind das 25'300. Pro Kopf passieren nur im Tessin und in Genf noch weniger Unfälle, 48 pro 1000 Bewohner. Eher unvorsichtig scheinen dagegen die Obwaldner zu sein. Sie rangieren an der Spitze der Liste mit 68 Unfällen pro 1000 Einwohner.

Die meisten Basler verletzen sich beim Sport – und hier vor allem beim Fussballspielen, beim Skifahren und beim Laufen. Allerdings: Die Stadtbewohner scheinen beim Sport deutlich besser aufzupassen als die Inner- und Ostschweizer. Oder sie sind schlicht weniger sportlich. Jedenfalls erleiden die Basler nur halb so viele Sportunfälle wie die Spitzenreiter Ob- und Nidwalden sowie Graubünden.

Gefährlicher Arbeitsweg

Dafür scheint der Arbeitsweg in der Stadt besonders viele Tücken zu haben: Die Basler verunfallen hier deutlich öfter als der Schweizer Durchschnitt. Auch geht der durchschnittliche Städter offensichtlich einer ordentlichen Prügelei nicht aus dem Weg. Der Basler landet jedenfalls deutlich öfter nach einer Rauferei oder einem ausgearteten Streit im Spital als der Baselbieter.

Deutlich friedlicher scheint es auf Stadtfesten zu und her zu gehen. Im Verhältnis zur Einwohnerzahl werden in Appenzell Ausserrhoden an Volksfesten und Versammlungen jedenfalls über viermal mehr Zwischenfälle gezählt als in Basel-Stadt. (dba)