Der Vergabeskandal bei den BVB hat in Basel politisch viel Staub aufgewirbelt. Am Departement für Wirtschaft, Soziales und Umwelt (WSU) scheint dieser Sturm jedoch spurlos vorbeigezogen zu sein. Wie Recherchen der „Schweiz am Sonntag“ zeigen, umging die Sozialhilfe in drei Fällen das Beschaffungsgesetz.

Ohne dass der Auftrag ausgeschrieben wurde, überprüft die Firma ABS Betreuungsservice AG die Angaben von deren Klienten. 

Zudem lieh die ABS der Sozialhilfe gegen Bezahlung Personal aus. Auch die Betreuung von Asylsuchenden in Zivilschutzanlagen wurde ohne Submission an die Firma ORS AG vergeben. Die Kosten der drei Aufträge beliefen sich im vergangenen Jahr auf insgesamt 1,5 Millionen Franken.

Kritik an den fehlenden Submissionsverfahren äussern Politiker von links bis rechts. SP-Regierungsrat und WSU-Vorsteher Christoph Brutschin weist diese mit dem Hinweis auf variable Fallzahlen und der damit verbundenen Planungsschwierigkeit von sich.