Die Berichterstattung rund um die Basler Sportpolitik hat die Basler Sozialdemokraten aufgeschreckt. In einer am Donnerstag versandten Medienmitteilung kritisiert die wählerstärkste Basler Partei das Erziehungsdepartement als «passiv» und fordert ein Massnahmenpaket. In den vergangenen Tagen berichtete die bz über personelle Unruhen rund um das Gartenbad-Personal beim St. Jakob, marode Sportanlagen und ein einst erstelltes, inzwischen aber verschwundenes Sportstätten-Konzept. Heute Donnerstag nahm zudem der aktuelle Sportamt-Chef Peter Howald kein Blatt vor den Mund und stellte sich auch gegen seine Vorgesetzten.

«Bis heute hat es das Erziehungsdepartment versäumt auf diese Herausforderungen mit einem Gesamtkonzept zu reagieren mit der Folge, dass bestehende Sportinfrastruktur vernachlässigt wird, zunehmende Nachfrage zu Kapazitätsengpässen führt und Zukunftstrends verschlafen werden», schreibt die SP.

Sechs-Monate-Frist

Die zeichnenden Grossräte Thomas Gander und Tanja Soland pochen auf das seit 2011 geltende Sportgesetz. Dieses fordere «klipp und klar», dass der Kanton ein Sportkonzept ausarbeite: «Die SP-Fraktion wird daher mit einer Motion endlich das Vorlegen der seit mehreren Jahren überfälligen Sportstättenstrategie innerhalb von sechs Monaten verlangen.»

In diesem müsse konkret erkennbar sein, welche Massnahmen und welcher Investitionsbedarf der Kanton für bestehende und neue Anlagen vorsieht und wie die Sportstättenplanung auch in der städtischen Arealentwicklung berücksichtigt wird. (bro)