86-Millionen-Projekt

Basler St. Jakobshalle soll saniert und modernisiert werden

Die St. Jakobshalle ist mit bis zu 9000 Zuschauerplätzen die zweitgrösste Veranstaltungshalle der Schweiz. (Archiv)

Die St. Jakobshalle ist mit bis zu 9000 Zuschauerplätzen die zweitgrösste Veranstaltungshalle der Schweiz. (Archiv)

Die St. Jakobshalle soll saniert und modernisiert werden: Die Basler Regierung hat dem Grossen Rat dafür einen Projektierungskredit von 4,8 Millionen Franken beantragt. Bei optimalem Verlauf könnte das Projekt bis im Jahr 2017 abgeschlossen sein.

Die St. Jakobshalle ist mit bis zu 9000 Zuschauerplätzen und einer Gesamtfläche von rund 22 000 Quadratmeter die zweitgrösste Veranstaltungshalle der Schweiz. Sie wurde 1975 eröffnet. Wichtige Teile müssten aber saniert werden, und auch betrieblich entspreche die Halle nicht mehr heutigen Standards, teilte die Regierung mit.

So müssten Gebäudehülle, Innenausbau und technische Infrastruktur dringend instandgesetzt und die Halle an Sicherheitsvorschriften angepasst werden. Damit diese wettbewerbsfähig bleibt, müssten zudem Publikums-, Catering- und Backstagebereiche vergrössert sowie angepasst und die Zu- und Wegfahrt von grossen Lastwagen ermöglicht werden.

Nicht vergrössern

Die Regierung hat mit externer Unterstützung verschiedene Varianten prüfen lassen; vorgesehen ist nun, die Verbesserungen innerhalb des bestehenden baulichen Perimeters der Halle umzusetzen. Laut Auskunft des Bau- und Verkehrsdepartements soll dabei aber eine neue flexible Infrastruktur eingerichtet werden.

Dank dieser könnte die Zuschauerkapazität bei Grossveranstaltungen auf bis rund 9100 Plätze angehoben werden. Anlässe wie die Tennis Swiss Indoors oder Konzerte seien so weiterhin möglich, heisst es in der Mitteilung. Weiter geben soll es in der mit Nebenhallen und -räumen ausgestatteten Halle zudem Universitäts-, Schul- und Vereinssport.

Laut der Regierung würde die Halle so zu «einer mittelgrossen, modernen Mehrzweckeinrichtung von internationalem Standard ausgebaut». Foyer, Umgang und Infrastrukturen würden modernisiert, die Bühnen- und Tribünenorganisation optimiert und der Gastronomiebereich samt Restaurant vollständig erneuert.

86-Millionen-Projekt

Die Investitionskosten selbst werden grob auf 86 Millionen Franken geschätzt. Dabei geht die Regierung in der derzeitigen Phase von einer möglichen Abweichung nach oben oder unten von bis zu 30 Prozent aus.

Keinen Bezug nimmt die Regierung in der Mitteilung auf einen im September 2010 lancierten Vorschlag des Immobilienentwicklers Losinger Construction AG. Dieser hatte in der Nähe der St. Jakobshalle eine Überbauung vorgeschlagen, zu der unter Anderem eine Event- und Sporthalle mit 15'000 Plätzen gehört.

Die Halle sowie eine kleinere Halle und ein «VIP-Village» würden rund 130 Millionen Franken kosten - nach den damals dargelegten Vorstellungen der Promotoren sollten diese mehrheitlich von den Kantonen Basel-Stadt und Baselland getragen werden. (sda)

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