Nicolas Häseli aus Gipf-Oberfrick und Simon Walti aus Wittnau kennen sich schon seit Jahren. Im Alter von 11 Jahren lernten sie sich in der Tanzschule von Susann Häseli-Näf in Gipf-Oberfrick kennen und stehen seither oft gemeinsam auf der Bühne. «Wir waren oft in den gleichen Tanz-Crews», erzählt Nicolas Häseli.

Special Elements

Vor bald drei Jahren gründeten sie gemeinsam mit Tänzern aus der Region Basel «Special Elements» - und stehen mit dieser Crew am kommenden Samstag im Finale von «Die grössten Schweizer Talente» des Schweizer Fernsehens.

Schlagzeilen wegen DJ Bobo


Die sechs Tänzer von «Special Elements» vermochten im Casting die Jury und im Halbfinale Publikum und Jury zu überzeugen, gerieten aber nicht nur wegen ihrer Performances in die Schlagzeilen. Jury-Mitglied DJ Bobo soll «Special Elements» bevorzugt haben, da einige der Tänzer - darunter auch Häseli - schon in Shows und Video-Clips von DJ Bobo aufgetreten sind.

«Ein Missverständnis, das aufgebauscht wurde», kommentiert Häseli die Vorwürfe. Sie seien zwar als Einzelpersonen mit DJ Bobo aufgetreten, «jedoch nur für Einzelauftritte oder Drehs». Gebucht worden seien sie von einem Choreografen. «Es ist deshalb sehr unwahrscheinlich, dass DJ Bobo sich Gesichter und Namen gemerkt hat.»

Breite Palette an Finalteilnehmern

Ob die Schlagzeilen fürs Finale, in dem das Publikum mittels SMS-Voting entscheidet, allenfalls schädlich sein könnten, darüber machen sich «Special Elements» nicht gross Gedanken. Sie konzentrieren sich auf ihre grosse Leidenschaft, das Tanzen.

«Es ist so oder so schwierig, Prognosen abzugeben, wer gewinnt», so Häseli. Das Feld der Finalteilnehmer ist nämlich breit gefächert: fünf Sänger, ein Sandmaler, ein Akrobatik-Duo, eine Trommler-Gruppe und «Special Elements» messen sich. «Bei einer so breiten Palette ist es schwierig, abzuschätzen, was dem Publikum gefällt», so Häseli. Dennoch will die Tanzcrew ihr Bestes geben - und die Plattform ein weiteres Mal nützen.

Das Tanzen bekannt machen


«Die Tanz-Szene in der Schweiz ist relativ klein und man bekommt selten die Chance, seine Leidenschaft der breiten Öffentlichkeit zu demonstrieren», bedauert Häseli. Deshalb hätten sie die Anfrage des Schweizer Fernsehens gerne angenommen, bei «Die grössten Schweizer Talente» mitzumachen. Aus heiterem Himmel kam die Anfrage nicht. «Wir sind von Dritten empfohlen worden», weiss Häseli. Nun haben sie im Final die Chance, den Titel zu gewinnen.

Es wäre die Belohnung für einen grossen Aufwand. Fünf Mitglieder von «Special Elements» gehen zur Schule oder haben einen Job ausserhalb der Tanzszene. Einzig Simon Walti ist derzeit als Profitänzer unterwegs. «Das hat zur Folge, dass wir jeweils von 21 bis 24 Uhr trainieren - und dies fast täglich», beschreibt Häseli den grossen Zeitaufwand. «In diesem Sinne ist Tanzen viel mehr als bloss ein Hobby, es ist eine riesige Leidenschaft und ich könnte nicht mehr ohne sein.»

Das Finale von «Die grössten Schweizer Talente» wird am Samstag, 17. März, um 20.10 Uhr auf SF1 live übertragen.