Statistik

Basler Tourismus brach im Sommer um 63 Prozent ein

Am Tag nach der Abstimmung zur Masseneinwanderungsinitiative: Eine Reportage zur Stimmung in Basel: Fahnen am Hotel Merian

In Basel kommen die Tourismus-Ströme zumeist aus dem Ausland. (Symbolbild)

Am Tag nach der Abstimmung zur Masseneinwanderungsinitiative: Eine Reportage zur Stimmung in Basel: Fahnen am Hotel Merian

Ein Schock, der zu erwarten war: Der Tourismus litt in Basel-Stadt in Folge der Corona-Pandemie in den Sommermonaten heftig. Dies belegen die jüngsten Behebungen des Bundesamts für Statistik (BFS).

Diesen zufolge gehört Basel, was die Anzahl Logiernächte im Kanton betrifft, zu den grössten Verlierern in der Schweiz. Wenn man den Vorjahreswert zum Vergleich heranzieht, weist Basel über die Monate Juni, Juli und August einen Einbruch um 63 Prozent auf. Besonders der Juni war dabei ein Krisenmonat: Statt 138548 Logiernächten wie im Jahr zuvor wurden nun lediglich 30249 – ein Verlust von über 78 Prozent – verzeichnet.

Dass insbesondere ausländische Gäste fern bleiben und die Zahlen somit einbrechen, ist für die Hotellerie im Krisenjahr 2020 nichts Neues. Trotzdem lässt der Bericht des BFS aufhorchen: Während urbane Gebiete wie Basel – oder die Spitzenverlierer Zürich (-77%) und Genf (-75%) – leiden, blühen Randregionen auf.

Entscheidend ist die Lage

Daniel Egloff, Direktor von Basel Tourismus, erklärt sich dieses Auseinanderklaffen so: «Je internationaler und urbaner eine Destination ausgerichtet ist, desto härter wird sie durch Covid-19 getroffen. Alpine Gebiete hingegen können die Folgen mit einem gestiegenen Anteil an Schweizer Gästen besser abfedern oder über die Sommermonate gar Zuwächse erzielen.» Tatsächlich sind es Inlandgäste, die gesamtschweizerisch immerhin etwas Resultatkosmetik betreiben: Mit 2,2 Millionen Nächten machten sie im August zwei Drittel der Bettbelegungen aus. Gleichwohl bleiben die Zahlen alarmierend.

In Basel kommen die Tourismus-Ströme hingegen zumeist aus dem Ausland. Folglich vermisste die Hotellerie in der Stadt vor allem Reisende aus dem nordamerikanischen sowie dem asiatischen Raum schmerzlich. «Ebenfalls gravierend war der starke Rückgang an Geschäfts-, Messe- und Kongressgästen sowie der Wegfall von Grossanlässen wie des Basel Tattoos», ergänzt Egloff. Aussicht auf baldige Besserung erkennt der Tourismusdirektor angesichts der weiter bestehenden Reiseunsicherheit nicht.

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