Basel

Basler Traditionslokal: Was ein Zürcher Gastrounternehmen mit dem «Donati» vor hat

Das Restaurant Donati steckt voller historischer Details.

Das Restaurant Donati steckt voller historischer Details.

Ende dieses Jahres ist Schluss: Dann wird das «Trois Rois» wie von langer Hand geplant das Edelrestaurant Donati räumen und der Bindella-Gruppe überlassen.

2013 hatte das Zürcher Gastro-Unternehmen die Liegenschaft am Grossbasler Kopf der Johanniterbrücke gekauft. Es wird mehr als eine routinemässige Stabübergabe werden: Wie die bz weiss, wird in dieser Woche das Baugesuch für die Renovation des ganzen Gebäudes und des Restaurants publiziert. Geschäftsleiter Rudi Bindella bestätigt diesen Sachverhalt.

Mit der Renovation beauftragt hat er den Basler Architekten Christian Lang, der sich mit seinem Bureau Villa Nova in den vergangenen Jahren mit Sanierungsprojekten im historischen Stil wie dem «Trois Rois» oder der «Schlüsselzunft» einen Namen gemacht hat.

Auf das «Donati» angesprochen, gerät Lang ins Schwärmen: Das Lokal stecke voll von historischen Details. So gibt es noch Radiatoren aus Gusseisen, Wandvertäferungen oder eine Holzkonstruktion für Zeitungen mit Platz für längst verschwundene Produkte wie die «National-Zeitung».

In Langs Fokus steht die Erneuerung der Küche, des Buffets sowie der sanitären Anlagen. Begonnen werden soll im Sommer 2020 mit den Backoffice-Räumen im Untergeschoss. Lang macht aber keinen Hehl daraus, dass es die kleinen Dinge sind, die für ihn dieses Restaurant ausmachen: «Sie sind die Seele des Donati. Und die muss bleiben, wie sie ist.»

Und wie sieht das die Eigentümerschaft? Für Rudi Bindella ist klar, dass man «mit der gewachsenen Substanz behutsam und respektvoll» umgehen werde. Und, «falls es die Substanz zulässt», auch die baulichen Details erhalten wolle.

Bleibt noch die Frage nach der Kunst, die im «Donati» eine so wichtige Rolle spielt. Die Bilder, die aktuell im Lokal hängen, gehören «Trois Rois»-Eigentümer Thomas Straumann. Er wird sie Ende des Jahres zurücknehmen. Ersetzt werden sollen sie durch Teile der Bindella-Kunstsammlung. Sie besteht hauptsächlich aus Werken von Schweizer Künstlern wie Cuno Amiet, Hans Josephsohn oder Bruno Hesse. Beim Einrichten des «Donati» beratend tätig sein werden «Exponenten der Basler Kunstszene und Architektur». Diese wollen laut Rudi Bindella aber noch nicht namentlich genannt werden.

Autor

Patrick Marcolli

Patrick Marcolli

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