Ohne je ernsthaft in die Gefahr des Ausscheidens zu geraten, steht der FC Basel nach dem 0:0 in Genk in den Sechzehntelfinals der Europa League und überwintert zum dritten Mal in Folge im europäischen Wettbewerb. In der nächsten Runde könnte Basel auf einen in der Champions League ausgeschiedenen Klub treffen. Mögliche Gegner sind Chelsea London, Benfica Lissabon, Olympiakos Piräus und Cluj.

«Wir sind hierher gekommen, um das Spiel und die Gruppe zu gewinnen», sagten FCB-Trainer Murat Yakin und sein Captain Marco Streller am Vortag der Partie unisono. Den Worten folgten Taten, obwohl der Plan schlussendlich nur zu einem Teil aufgeht: Basel ist von Beginn an optisch überlegen und tritt auch mit der nötigen Aggressivität an. Nur sechs Minuten sind gespielt, als der englische Schiedsrichter Clattenburg das Einsteigen von Aleksandar Dragovic gegen Barda mit einer gelben Karte milde sanktioniert.

Spielerisch dosierte der FCB das Risiko gekonnt. Im Wissen, dass ihm auch ein Unentschieden zur Qualifikation für die Sechzehntelfinals genügt. Die Belgier, schon seit dem letzten Spieltag für die nächste Runde qualifiziert, überliessen den Gästen aus der Schweiz mehrheitlich den Ball.

Zu Chancen kommt in der ersten Halbzeit fast nur der FCB. Ein erstes Mal taucht er in Person von David Degen gefährlich vor Genk-Goalie Köteles auf, der Schusss von Degen wurde jedoch geblockt (4.). In der 21. Minute lanciert Fabian Schär mit einem Heber Basels einzige Sturmspitze Streller, der den Ball nur um die berühmte Schuhlänge verpasst. Dann eine Schrecksekunde aus Sicht von Rotblau: Genks wirbliger Spielmacher Elyaniv Barda entwischt der Abwehr und passt flach in die Mitte. Aber der FCB hat mit Yann Sommer einen Goalie gehobener Klasse, der die Situation bereinigt.

Auf der anderen Seite kann sich Köteles bei Basels bester Chance ebenfalls auszeichnen, als er einen scharfen Kopfball des aufgerückten Innenverteidigers Schär über die Latte lenkt.

Die Partie flachte zunehmends ab

Die solidarische Mannschaftsleistung der Basler setzt sich auch nach dem Pausentee fort. Hinten lassen sie praktisch nichts anbrennen, nach vorne sind wieder nur die Gäste am Drücker. Und kommen in 57. Minute fast zum Führungstreffer. Doch Strellers raffinierter Abschluss aus spitzem Winkel prallt vom Pfosten statt ins weg vom Tor. Danach flacht die Partie mehr und mehr ab. Nicht weiter verwunderlich, denn beide Mannschaften stehen bei einem Unentschieden in der nächsten Runde. Marco Streller hatte seiner Ansage vom Vortag angefügt, dass man, wenn es in der 80. Minute immer noch 0:0 steht, in erster Linie das Resultat verwalten würde.

Der Punkt in Belgien vergoldet die Aufholjagd des FC Basel in der Europa League nach dem holprigen Start in die Gruppenphase mit zwei Unentschieden in Lissabon und im Heimspiel gegen Genk sowie dem 1:2 in Ungarn beim FC Videoton. Das Weiterkommen spült den Baslern 200 000 Euro in die Kasse. Nochmals so viel gibt es für den zweiten Gruppenplatz. Insgesamt hat der FCB in der Europa League bislang 2,4 Millionen Euro an Erfolgsprämien eingespielt.