Als Hauptgründe für den zweiten Rückgang in Folge nennt eine Mitteilung vom Mittwoch die zahlreichen Gleiserneuerungsarbeiten und die damit verbundenen mehrwöchigen Vollsperrungen etwa im Bereich Greifengasse und Steinenberg im vergangenen Jahr. Insgesamt gab es 16 grössere Bauprojekte.

Gegenüber 2016 verloren die BVB unter dem Strich 1,35 Millionen Passagiere, als "Einsteiger" gezählt. Die gesamte Verkehrsleistung sank dabei von knapp 299 auf gut 296 Personenkilometer.

Tram beliebter als Bus

69 Prozent der Fahrgäste waren mit den Tramlinien unterwegs, 31 Prozent mit den Buslinien. Damit wurde gegenüber dem Vorjahr erneut eine leichte Verschiebung zu Gunsten der Buslinien registriert.

Auf den neun Tramlinien nahmen die Passagiere insgesamt um 1,34 Prozent ab. Mit 19,13 Millionen Fahrgästen blieb die Linie 8 die meist benutze Tramlinie der BVB, obwohl sie wegen der Sperrungen einen Rückgang um 4,06 Prozent verzeichnete. 4,04 Prozent an Fahrgästen verloren hat die Linie 3. Zugelegt gegenüber 2016 haben die Linien 1 und 14 sowie die Einsatzlinie 21.

Trendwende bei 13 Buslinien

Eine Trendwende gab es bei den 13 Buslinien: Nachdem 2016 insgesamt eine Zunahme um 1,7 Prozent registriert worden war, nahm die Zahl der Passagiere im vergangenen Jahr um 0,32 Prozent ab. Die Linie 36 blieb trotz eines Rückgangs um 0,37 Prozent mit rund 11,73 Millionen Passagieren die meistbenutzte. Die Linie 48 verzeichnete mit 2,82 Prozent das grösste Wachstum. Zugelegt haben auch die Linien 32, 30 und 50.

Für die Ermittlung der Fahrgäste ist im Schnitt jedes dritte BVB-Fahrzeug mit einer automatischen Messanlage ausgerüstet. Die so ermittelten Werte werden gemäss Mitteilung "nach klar definierten Vorgaben" hochgerechnet.