Erika Arnold steht seit 1998 an der Spitze der Behörde. Ihr Schritt in den Ruhestand stehe im Zusammenhang mit der Reduktion ihres Portefeuilles wegen der baselstädtischen Verwaltungsreform und anstehenden Neuerungen aufgrund neuen Bundesrechts, teilte nun das Departement für Wirtschaft, Soziales und Umwelt am Mittwoch mit.

Das neue Bundesrecht tritt Anfang 2013 in Kraft; das Vormundschaftsrecht wird dabei vom neuen Erwachsenenschutzrecht abgelöst. Auf kantonaler Ebene wird damit künftig eine interdisziplinär zusammengesetzte Fachbehörde über Massnahmen im Kindes- und Erwachsenenschutzrecht entscheiden.

Keine Leiterin

Basel-Stadt nehme mit dem Austritt von Erika Arnold diese Neuerung bereits vorweg, heisst es in der Mitteilung. Ihre Leitungsfunktion wird aufgehoben, und die Vormundschaftsbehörde wird in zwei Dienststellen aufgeteilt: in die Vormundschaftliche Fachbehörde sowie die Amtsvormundschaft.

Die Fachbehörde ist Vorläuferorganisation der künftigen Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde und fällt die behördlichen Entscheide. Die Amtsvormundschaft ist für die Führung vormundschaftlicher Mandate zuständig und organisiert deren Träger und Trägerinnen.

Leitende der Dienststellen sind ad interim die derzeitigen Leiter der Vormundschaftlichen Abteilung und der Amtsvormundschaft. Über die definitive Besetzung soll später entschieden werden.