Fernseher, Playmobil, Marken-Parfums. Wer seinen Liebsten so was zu Weihnachten schenken möchte, dem genügen die grossen Einkaufszentren. Wer aber etwas Spezielleres, Exklusiveres, Selteneres unter den Baum legen möchte, der schaut sich auf dem Basler Weihnachtsmarkt um: Dort wimmelt es von kulinarischen Spezialitäten, Spielsachen für Klein und Gross, die man sonst nirgends mehr findet, Silber-Schmuck in allen Formen und Farben.

Kinderaugen bringt man am einfachsten auf dem Barfüsserplatz zum Leuchten. Puppenfiguren zum «Theäterlen», Holzspielsachen wie Kugelbahnen oder Loks, farbige Puzzles mit Märchensujets sind nur eine kleine Auswahl. Praktisches – ideal für Eltern – für die Wintermonate taucht immer mal wieder auf. Dazu gehören Kaschmir-Schals von klassisch schwarz über olivgrün bis zu pink – für jeden Stil ist etwas dabei. Plötzlich steigt einem dann intensiver Ledergeruch in die Nase: Portemonnaies und Gürtel. Für die esoterisch Interessierten gibts Traumfänger und Duftkerzen.

Nicht mehr wegzudenken vom Basler Weihnachtsmarkt ist «Selmeli’s Bienehüsli». Die ganze Wand im Holzhaus ist voller honiggelber Kerzen in allen Grössen, auf dem Tablar liegen sie zuhauf aufeinander. Für Sammler interessant ist sicherlich der Stand mit den Retro-Werbeschildern. Alte Coca-Cola-, Guinness- und Jack-Daniels-Slogan oder das Gesicht der Schauspielerin Audrey Hepburn hängen von den Wänden. Weht die Bise zwischen den Hütten durch, gibt es Möglichkeiten, sich in einem Häuschen aufzuwärmen. Weihnachtsschmuck von oben bis unten.

Käse-Schinken-Platten aus Schoggi

Der Weihnachtsmarkt mit den aussergewöhnlichen Angeboten befindet sich auf dem Münsterplatz. Der erste Stand verkauft Käse-Schinkenplatten mit einem Brötchen – alles aus weisser und schwarzer Schoggi. Auch Werkzeug und Fotoapparate aus Süssigkeiten liegen auf. Echter könnten die Gegenstände nicht aussehen. Lichtspiele, die sich wegen der Wärme von Kerzen drehen, verkauft eine alte Dame, gegenüber steht ein älterer Herr hinter grossen Rosenblüten, die sich als Seifen entpuppen. Damit wäscht man sich nicht. Man benützt sich eher als Duftspender.

Und wenn die Kinderaugen zwischen Barfi und Münsterplatz ihr Leuchten verloren haben, strahlen sie spätestens wieder, wenn die Kleinen auf dem Münsterplatz den Märchenwald betreten. Die Robi-Spiel-Aktionen betreuen die Fantasiewelt. Die Kinder können Fackeln basteln, Lebkuchen verzieren und Schlangenbrot am offenen Feuer backen.