Am Mittwoch sind die Unterschriften an Basta-Grossrätin Tonja Zürcher, welche die grossrätliche Petitionskommission präsidiert, übergeben worden. Und im Anschluss seien sogar noch einige Unterschriftenbögen direkt im Rathaus abgegeben worden, betonen die Petitionäre.

Das Ringen um die vom Abriss bedrohten Liegenschaften steht mittlerweile exemplarisch für den Konflikt um Basler Wohnraum. Nach mittlerweile mehreren Hausbesetzungen soll nun der politische Weg beschritten werden. Mit der Petition werden Regierung und Grosser Rat aufgefordert, sich für den Erhalt der Liegenschaften einzusetzen.

Wohn-Initiativen umsetzen

«Es ist unverständlich», kritisiert das Komitee. «Es herrscht Wohnungsnot, die Mietpreise schiessen in die Höhe und die Sinnhaftigkeit von Investitionsprojekten führen wiederum zu leerstehenden Häusern.» Die Situation werde durch renditegetriebene Projekte wie an der Elsässerstrasse weiter verschärft.

Vor rund einem Jahr hatte die Areion Management AG als Eigentümerin allen Mietern gekündigt. Obwohl die Zugänge in der Zwischenzeit zugemauert worden sind, wurden die Häuser Mitte April zum insgesamt bereits vierten Mal besetzt – und bisher von der Polizei nicht geräumt.

Es brauche eine sozial verträgliche Perspektive für eine künftige Nutzung der Liegenschaften an der Elsässerstrasse und in Basel, wird nun in der Petition gefordert. Immerhin widerspreche profitorientiertes Vorgehen klar den Basler Wohn-Initiativen.

   

Hausbesetzung Oktober 2018