Eine Woche steht er bereits, ein wenig abseits der großen Halle am Bahnhof, beim Zugang zum Gleis 4. Prunkvoll, knallblau und mit der unverwechselbaren Beschriftung des schwedischen Möbelkonzerns geziert.

Allerdings wird hier vergebens nach den leckeren Imbissen der Ikea-Restaurants gesucht. Nein, hier stehen allerlei Kleinobjekte im Angebot, die sonst in den gewöhnlichen Ikea-Regalen gekauft werden kann. Somit könnte man zu jeder Tageszeit ein eher zufälliges Sortiment von Kleinartikel kaufen, von Bilderrahmen zu Kissenbezügen, von Kerzen zu Batterien.

Passanten halten vor dem Automaten und schauen sich die Maschine verwundert an. Aber würden sie auch etwas kaufen, eine Glühbirne oder einen Wecker, um den nächsten Zug nicht zu verpassen? Ein junger Herr lacht bei der Frage und meint, das USB-Kabel wäre vielleicht praktisch.

Verena Wanner und ihr junger Sohn Pedro finden die Idee lustig, probieren die Maschine aus und kaufen eine Schachtel Kreide. «Wenn er das anbietet, was man in der Migros nicht findet, könnte ein solcher Automaten funktionieren», meint sie.

Kommunikation im Vordergrund

Der Automat ist aber nicht etwa gedacht, um sich überall auszubreiten: das Ganze ist eine Werbungsaktion, das von der Kommunikationsagentur Jeff in Zusammenarbeit mit der Ikea aufgezogen wurde. Hier ist somit die „kleinste Ikea der Welt“ entstanden, die zuvor in Zürich stand, danach in anderen Schweizer Städten reisen wird: Bern, Luzern, Neuenburg und Genf.