Grosser Rat

Bau des zweiten Helvetia-Hochhauses von Herzog & de Meuron bewilligt

Melancholisches Licht auf dem Helvetia-Hochhaus an der St. Alban-Anlage in Basel. (Symbolbild/Archiv)

Melancholisches Licht auf dem Helvetia-Hochhaus an der St. Alban-Anlage in Basel. (Symbolbild/Archiv)

Die Versicherungsgesellschaft Helvetia kann ihren Hauptsitz an der St. Alban-Anlage in Basel erneuern und erweitern, der Bebauungsplan dazu wurde am Mittwoch genehmigt. Kernstück ist neben dem bestehenden Hochhaus ein zweites von Herzog & de Meuron.

Das zwischen 1954 und 1956 gebaute bestehende 45-Meter-Hochhaus war einst Hauptsitz der Patria Versicherungen. Es soll nun einen gleich hohen Zwilling erhalten. Dem neuen elfstöckigen Bürogebäude muss ein Wohnhaus weichen. Die Zahl der Arbeitsplätze soll im Büroteil des Planperimeters um 400 auf 1200 steigen.

Am Ende der gestaffelt geplanten Überbauung soll der Wohnanteil jedoch flächenmässig grösser sein als heute - in einer späteren Etappe will Helvetia auf der anderen Seite der St. Alban-Anlage einen Neubau mit 50 Mietwohnungen erstellen. Der Bebauungsplan wurde nach kurzer Debatte mit 76 gegen 7 Stimmen gutgeheissen.

Kritik gab es dennoch, und zwar aus dem rotgrünen Lager: Zum einen weil sofort ein Wohnhaus abgerissen und durch ein Bürohaus ersetzt werden soll, während die geplanten neuen Wohnungen erst in zehn Jahren gebaut werden sollen. Ob das dann klappt, sei heute ungewiss; das Wohnraumfördergesetz verlange jedoch Ersatz bei Abbruch.

Zum Anderen wurde auf die inzwischen erfolgte Übernahme der National Versicherung durch die Helvetia verwiesen. Letztere wolle auch das umstrittene National-Projekt für einen Büroneubau am Basler Steinengraben weiter realisieren, dem mehrere Altbauten mit günstigen Wohnungen zum Opfer fallen sollen.

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