Regierungswahlen
Baudirektor Wessels erlaubt Reederei-Flagge jetzt doch

Die SP nutzt die Delegiertenversammlung für positive Schlagzeilen im Wahljahr: Baudirektor Hans-Peter Wessels hat im Streit um die von der Stadtbildkommission nicht erwünschten Reederei-Flagge in der Steinentorstrasse eine Lösung gefunden.

Andreas Maurer
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Baudirektor Hans-Peter Wessels (Archiv)

Baudirektor Hans-Peter Wessels (Archiv)

Nicole Nars-Zimmer

Die Nomination der drei Basler SP-Regierungsräte für die Wahlen am 28. Oktober ist reine Formsache. Um sie dennoch unterhaltsam zu gestalten, stellten sich die drei Magistraten an der Delegiertenversammlung vom Donnerstagabend gegenseitig vor. Christoph Brutschin unterstrich «die grosse Stärke» von Bau- und Verkehrsdirektor Hans-Peter Wessels: «Er nimmt sich Zeit für sein Gegenüber und schafft es trotzdem, seine Anliegen durchzubringen.»

Zur Illustration machte er eine Neuigkeit bekannt: «Zusammen mit der Reederei MSC hat er eine Lösung gefunden, dass diese ihre Fahne stadtbildgerecht installieren kann.» Die Reederei drohte, ins Baselbiet zu ziehen, wenn sie an ihrem Sitz an der Steinentorstrasse nicht Flagge zeigen darf. Die Stadtbildkommission beantwortete eine entsprechende Anfrage negativ. Das sorgte für negative Schlagzeilen im Wahljahr. Wessels hat nun interveniert: Die Stadtbildkommission werde das Reglement überarbeiten. Wessels diskutiere gerne mit den Leuten, lobte Brutschin.

Herzog betreibt «Rivella-Politik»

Auch der Vorsteher des Wirtschaft-, Sozial- und Umweltdepartements erhielt Blumen - von Eva Herzog. «Christoph Brutschin ist nicht der Typ, der jede Woche drei Pressekonferenzen gibt», wies sie auf seine Arbeit im Hintergrund hin. Die Zahl der Kündigungen von Novartis in Basel etwa reduzierte er erfolgreich - «ohne Steuergeschenke».

Der Wirtschaft gehe es auch dank der roten Finanzministerin gut, ergänzte Wessels. Die Bürgerlichen würden Wasser predigen und Wein trinken: Vom Sparen reden und das Gegenteil machen. Um Herzogs Politik ebenfalls flüssig zu umschreiben, sprach er von «Rivella-Politik»: «Sie arbeitet wie eine Ausdauersportlerin und betreibt nüchterne Politik.»

Das in schwarz-weissem Partnerlook gekleidete Trio wurde mit stehendem Applaus nominiert - auf einer Liste mit Guy Morin (Grüne).